Was bringt dir die Ausbildung „Postnatales Training mit Pilates-Elementen“?
Kurz gesagt: Die Ausbildung „Postnatales Training mit Pilates-Elementen“ gibt dir als Kursleiterin, Trainerin oder Physiotherapeutin neues Handwerkszeug für die Arbeit mit Mamas nach der Geburt. An zwei Tagen lernst du Atemtechnik, die korrekte Zentrierung der Körpermitte und zehn Pilates-Übungen fürs postnatale Training kennen – und kannst sie direkt in deine Rückbildungs- oder buggyFit-Kurse einbauen oder einen eigenen Pilates-Kurs anbieten. Die Fortbildung ist an kein Lizenz-Konzept gebunden.
Der Beckenboden ist unsichtbar und doch von immenser Bedeutung – gerade für werdende und frischgebackene Mamas. In und nach der Schwangerschaft machen viele Frauen zum ersten Mal bewusst Bekanntschaft mit dieser oft erwähnten, aber ebenso oft missachteten Körperpartie. Er hält die Organe des Bauchraums an Ort und Stelle, verschließt Scheide und Anus beim Husten, Niesen oder Springen – und macht durch sein „Loslassen“ die Geburt eines Kindes erst möglich. Für uns Trainerinnen im postnatalen Bereich eigentlich nichts Neues. Aber bekanntlich lernt man nie aus. Genau deshalb haben wir bei buggyFit die Ausbildung „Postnatales Training mit Pilates-Elementen“ entwickelt, um dir neuen Input und spezielle Übungen an die Hand zu geben.
Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an alle Kursleiterinnen und Trainer, die die Grundprinzipien des Pilates gezielt im Training nach Schwangerschaft und Geburt einsetzen möchten. Voraussetzung ist eine Ausbildung als Fitnesstrainerin, Physiotherapeutin, Gymnastiklehrerin oder Sportwissenschaftlerin sowie eine Ausbildung im postnatalen Training, zum Beispiel über buggyFit. Hebammen und Trainerinnen ohne diese Vorausbildung absolvieren vorher unser Fernstudium „Postnatales Training“ (Theorie).
Was lernst du in der Ausbildung?
Vermittelt werden Geschichte, Philosophie, Prinzipien und Ziele der Pilates-Methode, das „Powerhouse“ und Atemtechniken, die Anleitung zur korrekten Zentrierung der Körpermitte und Selbstwahrnehmung sowie verschiedene vorbereitende „Pre-Exercises“. Dazu kommen zehn Pilates-Übungen fürs postnatale Training zum Kennenlernen, Erarbeiten und Unterrichten, Entspannungs- und Stretching-Methoden in Anlehnung an Pilates sowie praktische Stundenbeispiele für den direkten Einsatz in deinem Kurs.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Die Ausbildung dauert zwei Tage und verbindet Theorie mit Praxis. Du übst die Übungen selbst und lernst gleichzeitig, wie du sie sicher anleitest – inklusive typischer Stolperfallen bei Frauen mit noch instabilem Beckenboden oder frischer Kaiserschnittnarbe. Am Ende der zwei Tage kannst du die zehn Pilates-Übungen direkt in deine nächste Kurseinheit übernehmen, ohne selbst noch lange üben zu müssen.
Warum passt Pilates so gut ins postnatale Training?
Pilates fördert bei Frauen nach der Geburt gezielt das Zusammenspiel der tiefen Muskulatur – vor allem in Bauch, Beckenboden und Rücken, also genau dort, wo die Schwangerschaft am meisten beansprucht hat. Die Methode verbessert Haltung und Atemfluss: Häufiges Tragen und Stillen führt oft zu einer nach vorn geneigten Haltung und damit zu einer zu flachen Atmung, ebenso wie Schmerzen an einer Kaiserschnittnarbe oder ein instabiles Gefühl im Beckenboden.
Durch das muskuläre Ungleichgewicht und die veränderte Körperwahrnehmung nach einer Geburt leidet oft auch die Koordination. Genau die schult Pilates durch Bewegungsfluss, Präzision und begleitende Atmung. Viele Mamas spüren ihren Beckenboden nach der Geburt kaum noch und können ihn schwer gezielt ansteuern – auch das trainiert die Methode gezielt. Und weil Pilates neben der Kräftigung auch die Körperwahrnehmung und die Atmung anspricht, hilft sie vielen frischgebackenen Mamas nachweislich auch beim Stressabbau.
Bist du nach der Ausbildung an buggyFit gebunden?
Nein. Die Fortbildung „Postnatales Training mit Pilates-Elementen“ ist an kein Lizenz-Konzept gebunden. Du entscheidest selbst, ob du die Übungen in deinen bestehenden Rückbildungs- oder buggyFit-Kursen einsetzt oder einen eigenen Pilates-Kurs anbietest. Klassische Rückbildungskurse laufen meist über die ersten 3 bis 6 Monate nach der Geburt, mit wöchentlichen Kurseinheiten von rund 60 Minuten – genau in dieses Format lassen sich die Pilates-Übungen aus der Ausbildung einbauen.
Ein klassischer Rückbildungskurs bietet viele der gleichen Vorteile und ist keinesfalls schlechter. Pilates verfolgt aber einen ganzheitlicheren Ansatz und gibt dir als Trainerin die Möglichkeit, deine Kurse noch vielfältiger zu gestalten.
Wichtig für deine Kursteilnehmerinnen: Vor dem Trainingsbeginn sollte immer die Abklärung mit Hebamme, Frauenärztin oder Physiotherapeutin stehen – besonders nach Kaiserschnitt oder bei Beckenbodenbeschwerden.
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Neugierig geworden? Weitere Informationen zur Ausbildung findest du unter folgendem Link: Postnatales Training mit Pilates-Elementen.
Häufige Fragen zur Ausbildung „Postnatales Training mit Pilates-Elementen“
Brauche ich vorher schon eine Ausbildung im postnatalen Training?
Ja, in der Regel schon – zum Beispiel über buggyFit. Hebammen, Fitnesstrainerinnen, Physiotherapeutinnen oder Gymnastiklehrerinnen ohne diese Vorausbildung absolvieren vorher unser Fernstudium „Postnatales Training“ (Theorie).
Wie lange dauert die Ausbildung?
Zwei Tage, mit Theorie und Praxis.
Kann ich die Pilates-Elemente in meinem bestehenden Rückbildungskurs einsetzen?
Ja. Du musst keinen eigenen Pilates-Kurs eröffnen – die Übungen lassen sich direkt in deine Rückbildungs- oder buggyFit-Kurse integrieren.
Bin ich nach der Ausbildung an ein Lizenz-Konzept gebunden?
Nein. Die Ausbildung ist unabhängig von einer buggyFit-Trainerlizenz und bindet dich an kein Lizenz-Konzept.
Ab wann dürfen Mamas nach der Geburt mit Pilates beginnen?
Nach einer unkomplizierten vaginalen Geburt ist der Einstieg meist ab etwa 5 bis 6 Wochen möglich, nach einem Kaiserschnitt empfehlen sich eher 10 bis 12 Wochen – abhängig vom individuellen Heilungsverlauf. Entscheidend ist in jedem Fall das grüne Licht von Ärztin, Hebamme oder Physiotherapeutin bei der Nachuntersuchung.
Was unterscheidet Pilates von klassischer Rückbildungsgymnastik?
Beide trainieren die tiefe Bauch- und Beckenbodenmuskulatur wirksam. Pilates verfolgt dabei einen ganzheitlicheren Ansatz über Atmung, Zentrierung und Koordination und eignet sich gut als Ergänzung oder Erweiterung deines bestehenden Kursangebots.
Über die Autorin
Jana Wetterau-Kliebisch ist Physiotherapeutin und Gründerin von buggyFit. Seit 2009 begleitet sie Mamas beim Wiedereinstieg in Bewegung und hat seither über 250 Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit als buggyFit-Trainerin begleitet.


