Aktuell leider keine Kurse an diesem Standort

Franchise Kosten: Womit du beim Start wirklich rechnen musst

buggyFit Trainerin leitet einen Kurs mit Mamas und Kinderwagen im Park

Franchise Kosten: Womit du beim Start wirklich rechnen musst

Kurz gesagt: Die Franchise Kosten bestehen fast nie nur aus einer Zahl. Es sind mehrere Blöcke: eine einmalige Einstiegsgebühr, eine laufende Gebühr Monat für Monat, oft eine Werbegebühr — und dazu deine eigenen Betriebskosten, an die am Anfang kaum jemand denkt. Zwei Drittel aller Franchisesysteme in Deutschland verlangen beim Einstieg zwischen 10.000 und 30.000 Euro, die laufende Gebühr liegt meist zwischen 1 und 15 Prozent vom Nettoumsatz. Wichtiger als die Höhe ist aber, was du dafür bekommst — und ab wann sich das für dich rechnet.

Was gehört bei Franchise Kosten eigentlich alles dazu?

Sechs Posten — und die meisten Frauen kennen am Anfang nur den ersten. Wer alle sechs auf einen Zettel schreibt, weiß dagegen wirklich, worauf sie sich einlässt.

  • Einstiegsgebühr: einmalig, beim Start. Sie deckt Konzept, Know-how, Schulung, Markennutzung und oft das Startmaterial ab.
  • Laufende Franchisegebühr: monatlich, für Betreuung, Weiterentwicklung, Markenschutz, Systempflege.
  • Werbegebühr: nicht überall üblich, zweckgebunden für überregionale Werbung.
  • Ausbildung: die fachliche Qualifikation für deine Kurse — je nach System im Einstieg enthalten oder extra.
  • Deine eigenen Betriebskosten: Material, Versicherung, Fahrtkosten, Buchhaltung, manchmal Hallenmiete.
  • Gründungsformalitäten: die Gewerbeanmeldung kostet je nach Gemeinde 15 bis 65 Euro — der kleinste Posten von allen.

Wie hoch ist die Einstiegsgebühr üblicherweise?

Etwa zwei Drittel aller Franchisesysteme in Deutschland liegen zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Nach oben und unten gibt es große Ausreißer: In der Gastronomie liegt der Schnitt bei rund 3.000 Euro, bei komplexen Systemen mit Ladenlokal geht es weit über 30.000 hinaus. Junge Systeme sind meist günstiger als etablierte.

Die Spanne sagt nichts über die Qualität aus: Eine hohe Einstiegsgebühr ist kein Gütesiegel, eine niedrige kein Warnsignal. Entscheidend ist, was drinsteckt — und ob du es schriftlich hast.

Ehrlich dazugesagt: Der Einstieg bei buggyFit liegt deutlich unter dieser Branchenspanne. Die genaue Zahl steht in der Infobroschüre — weil zu einer Zahl immer die Leistungen dahinter gehören.

Was kostet ein Franchise jeden Monat?

Es gibt zwei Modelle. Entweder einen Prozentsatz vom Nettoumsatz — üblich sind 1 bis 15 Prozent, etwa die Hälfte aller Systeme nimmt 3 bis 6 Prozent. Oder einen festen Betrag pro Monat, unabhängig davon, wie viel du einnimmst. Im Dienstleistungs-Franchise, wozu auch Fitness- und Kurskonzepte gehören, liegen die Sätze eher bei 3 bis 7 Prozent.

Beide Modelle haben einen Haken, und den solltest du kennen, bevor du unterschreibst:

  • Prozent vom Umsatz atmet mit. Läuft ein Monat schlecht, zahlst du weniger. Läuft er gut, zahlst du mehr — auch wenn deine Arbeit dieselbe war.
  • Fester Betrag ist planbar. Aber er kommt auch in dem Monat, in dem dir das Wetter drei Kurse weggeregnet hat.

Bei buggyFit staffelt sich die monatliche Gebühr nach der Einwohnerzahl deines Gebiets: Ein kleines Gebiet kostet weniger als ein großes.

Welche Kosten übersehen die meisten Gründerinnen?

Die, die nicht auf der Rechnung stehen. Genau daran scheitern Kalkulationen — nicht an der Einstiegsgebühr. Diese fünf fehlen am häufigsten:

  1. Deine Zeit. Kursvorbereitung, Anmeldungen, Rückfragen, Buchhaltung, Werbung im Ort. Unbezahlte Arbeit, die trotzdem stattfindet.
  2. Die schwachen Monate. Outdoor-Kurse haben einen Winter. Bei buggyFit sind das erfahrungsgemäß 4 bis 5 schwächere Monate im Jahr. Wer mit zwölf vollen Monaten rechnet, rechnet falsch.
  3. Versicherung und Steuerberatung. Kein großer Posten, aber eben auch nicht null.
  4. Die Umsatzsteuer-Schwelle. Als Kleinunternehmerin nach Paragraf 19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus, solange du im Vorjahr unter 25.000 Euro und im laufenden Jahr unter 100.000 Euro bleibst — das sind die seit 2025 geltenden Grenzen. Wächst du darüber hinaus, ändert sich deine Kalkulation.
  5. Kinderbetreuung. Bei buggyFit kommt dein Kind im Buggy mit. In vielen anderen Modellen eben nicht — und dann ist das ein echter Kostenpunkt.

Wie lange dauert es, bis sich das rechnet?

Das hängt fast vollständig an zwei Dingen: wie groß dein Gebiet ist und wie viele Kurse du gibst. Seriös verspricht dir das niemand auf den Monat genau — und wer es tut, bei dem wäre ich vorsichtig.

Einen guten Anhaltspunkt liefert die Vertragslaufzeit. Üblich sind in Deutschland drei bis sieben Jahre, und Juristen halten fünf Jahre für die untere Grenze, damit sich eine größere Anfangsinvestition überhaupt amortisieren kann. Umgekehrt heißt das: Je kürzer die Mindestlaufzeit, desto kleiner ist normalerweise auch der Einstieg. Bei buggyFit sind es 2 Jahre.

Rechnen kannst du aber selbst: Schau in der Statistik deiner Gemeinde nach, wie viele Geburten es pro Jahr in deinem Gebiet gibt. Daraus siehst du, wie viele Frauen pro Jahr überhaupt für deine Kurse in Frage kommen.

„Du startest klein — und vor allen Dingen mit einem Sicherheitsnetz. Du kannst mit einem Kurs in der Woche starten, nebenbei zum alten Job, so lange du willst.“

Und eine Wahrheit, die ich lieber vorher sage als hinterher: In einem kleinen Gebiet bis rund 20.000 Einwohnern ist buggyFit ein zweites Standbein. Kein Vollzeit-Einkommen. Wer dir etwas anderes erzählt, verkauft dir etwas.

Was darfst du fragen, bevor du unterschreibst?

Mehr, als die meisten Frauen sich trauen. Ein Franchisegeber hat eine vorvertragliche Aufklärungspflicht: Wenn er Zahlen zur Rentabilität nennt, müssen die zutreffend, belastbar und nachvollziehbar sein. Geschönte oder intransparente Angaben können dazu führen, dass du vom Vertrag zurücktreten kannst und Schadensersatz bekommst — auch dann, wenn sie nur fahrlässig falsch waren.

Diese Fragen gehören in jedes Gespräch, bei uns genauso wie überall sonst:

  • Welche Kosten kommen im ersten Jahr insgesamt auf mich zu — vollständig, schriftlich?
  • Ist die laufende Gebühr umsatzabhängig oder fix? Gibt es eine Mindestgebühr?
  • Was passiert mit den Kosten, wenn ich wegen Krankheit, Umzug oder einer zweiten Schwangerschaft pausiere?
  • Wie lange läuft der Vertrag, und was passiert danach?
  • Darf ich mit zwei, drei aktiven Partnerinnen sprechen — die ich mir selbst aussuche?

Die letzte Frage ist die wichtigste. Ein System, das dabei zögert, hat etwas zu verbergen. Für den Vertrag lohnt sich eine Fachanwältin mit Franchise-Erfahrung, für deine Rechnung eine Steuerberatung — einmal vorher statt dreimal hinterher.

Wie sieht das bei buggyFit konkret aus?

Du zahlst einen einmaligen Einstieg und danach eine monatliche Lizenzgebühr, gestaffelt nach der Einwohnerzahl deines Gebiets. Die Trainerausbildung für deine Kurse gehört zum Einstieg dazu; kommst du nicht aus dem Sport- oder Therapiebereich, kommt eine Grundqualifikation obendrauf. Und wenn du dir ein Gebiet sichern willst, ohne dich schon zu entscheiden, geht das über eine Reservierung — die bekommst du bis zur Unterschrift vollständig zurück.

Alle Zahlen dazu stehen vollständig in der Infobroschüre. Nicht scheibchenweise, nicht erst im Verkaufsgespräch.

Dazu bekommst du ein Konzept, das seit 2009 läuft, über 250 Frauen, die ich auf diesem Weg schon begleitet habe, und Kolleginnen, die dieselben Fragen vor zwei Jahren hatten.

Häufige Fragen zu Franchise Kosten

Kann ich nebenberuflich starten und die Kosten klein halten?

Ja. Ein Kurs pro Woche neben dem alten Job ist ein völlig normaler Einstieg. Deine laufenden Kosten wachsen dann mit dem, was du tatsächlich machst — und du behältst dein Gehalt als Sicherheitsnetz.

Brauche ich einen Kredit?

Bei einem Einstieg in der Größenordnung von buggyFit in aller Regel nicht. Bei Systemen mit Ladenlokal oder Geräten sieht das anders aus. Faustregel: Wenn du für die Einstiegsgebühr einen Kredit brauchst, rechne den gesamten Start noch einmal neu durch.

Was ist der Unterschied zwischen Einstiegsgebühr und Lizenzgebühr?

Die Einstiegsgebühr zahlst du einmal, zu Beginn. Die Lizenz- oder Franchisegebühr zahlst du laufend, solange der Vertrag läuft. Zwei verschiedene Posten, die im Gespräch oft durcheinandergeraten.

Zahle ich die laufende Gebühr auch in einem Monat ohne Umsatz?

Das hängt vom Modell ab. Bei einer rein umsatzabhängigen Gebühr nicht, bei einer Fixgebühr schon. Frag genau nach — und frag auch nach einer möglichen Mindestgebühr, die manche Systeme zusätzlich vereinbaren.

Muss ich Umsatzsteuer ausweisen?

Nicht, solange du unter den Kleinunternehmer-Grenzen bleibst: 25.000 Euro Vorjahresumsatz, 100.000 Euro im laufenden Jahr. Ob die Regelung für dich sinnvoll ist, klärst du am besten mit einer Steuerberatung.

Dein nächster Schritt

Wenn du wissen willst, welche Zahlen bei uns dranstehen: Schau dir die buggyFit Lizenz an und fordere die Infobroschüre an. Darin stehen alle Konditionen vollständig.

Und wenn du noch einen Schritt davor stehst: Nebenberuflich selbstständig als Mama beschreibt den kleinen Einstieg neben dem alten Job, Franchise oder eigenes Business vergleicht beide Wege nüchtern, eine Lizenznehmerin erzählt ungeschönt, wie ihr erstes Jahr lief — und wenn dich die Einnahmenseite mehr umtreibt: Was verdient eine Fitnesstrainerin wirklich?

Über die Autorin

Jana Wetterau-Kliebisch ist Physiotherapeutin und Gründerin von buggyFit. 2009 startete sie mit drei Frauen im Englischen Garten in München den ersten Kurs. Seitdem hat sie über 250 Frauen dabei begleitet, sich mit buggyFit etwas Eigenes aufzubauen — und betreut ihr eigenes Gebiet bis heute selbst.

Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für deinen konkreten Vertrag und deine konkrete Rechnung lass jemanden vom Fach draufschauen.