Brauche ich ein Sportstudium?
Kurz gesagt: Ja, es geht ohne. Für Präventions- und Fitnesskurse in Deutschland ist kein Sportstudium vorgeschrieben – entscheidend ist eine anerkannte Ausbildung als Qualifikationsnachweis. Viele buggyFit-Gebietsleiterinnen sind Quereinsteigerinnen aus ganz anderen Berufen. Was du wirklich brauchst, sind eine solide Ausbildung, Zeit für ein bis zwei Kurse pro Woche – und die Bereitschaft, auf Menschen zuzugehen.
Für das Anleiten von Fitness- und Gesundheitskursen gibt es in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung, die ein Studium voraussetzt.
Was zählt, ist ein anerkannter Qualifikationsnachweis – also eine Trainerausbildung. Sobald ein Kurs als Präventionskurs zertifiziert werden soll und Krankenkassen sich beteiligen, gelten allerdings festgelegte Anforderungen an deine Qualifikation. Genau dafür gibt es Ausbildungen, die diese Vorgaben erfüllen.
Kurz: Du brauchst kein Studium. Du brauchst die richtige Ausbildung.
Wer steigt typischerweise quer ein?
Bei buggyFit kommen Gebietsleiterinnen aus sehr unterschiedlichen Richtungen:
- Aus dem Gesundheitsbereich – Physiotherapie, Hebammenwesen, Pflege
- Aus Büro- und Verwaltungsberufen, die nach der Elternzeit nicht zurückwollten
- Aus Handel, Marketing, Verkauf – oft die, die im Aufbau am schnellsten sind
- Aus dem Lehr- und Erziehungsbereich
Der gemeinsame Nenner ist nicht der Vorberuf. Es sind Frauen, die selbst Mütter sind, die gerne mit Menschen arbeiten – und die etwas Eigenes wollen, das zur Familie passt.
Was brauche ich wirklich?
1. Eine Ausbildung, die zum Konzept passt. buggyFit hat sieben Kurskonzepte – von der Begleitung durch die Schwangerschaft über Rückbildung und Beckenboden bis zum Wiedereinstieg ins Laufen. Für jedes gibt es eine eigene Trainerausbildung.
2. Fachwissen über den weiblichen Körper nach der Geburt. Das ist der Teil, den man nicht überspringen kann. Beckenboden, Rektusdiastase, Belastungsaufbau – hier trägst du Verantwortung. Deshalb steht das im Zentrum jeder Ausbildung.
3. Zeit – aber weniger, als die meisten denken. Ein Kurs dauert 60 Minuten. Viele starten mit einem einzigen Kurs pro Woche neben dem alten Job und bauen von dort aus auf.
4. Die Bereitschaft, sichtbar zu sein. Der Kurs füllt sich nicht von allein. Du sprichst mit Hebammen, Kinderärztinnen, Mamas auf dem Spielplatz. Wer das gar nicht will, wird es schwer haben – das gehört zur Ehrlichkeit dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Trainerin und Gebietsleiterin?
- Als Trainerin leitest du Kurse – auch für andere Anbieter oder Vereine.
- Als buggyFit-Gebietsleiterin bekommst du zusätzlich ein eigenes geschütztes Gebiet, die eingetragene Marke, Kurskonzepte, Schulungen, Buchungs- und Shopsystem, eine eigene Standortseite und eine Community aus rund 130 Frauen, die dasselbe machen.
Der Unterschied ist im Kern: Trainerin ist ein Job. Gebietsleiterin ist ein eigenes kleines Unternehmen – mit Rückendeckung.
Was sich ehrlich nicht sagen lässt
Damit du realistisch planen kannst, hier die Punkte, die viele Anbieter weglassen:
- In einem kleinen Gebiet ist das ein zweites Standbein, kein Vollzeit-Gehalt. Wie viel möglich ist, hängt stark von Einwohnerzahl, Kursanzahl und Gruppengröße ab.
- Es gibt Saison. Draußen-Kurse laufen im Frühjahr und Sommer voller als im Januar. Wer das einplant, kommt gut durch.
- Der Anfang ist klein. Bei buggyFit selbst waren es 2009 im Englischen Garten drei Frauen. Drei Wochen später zwölf.
- Es kostet Geld, bevor es welches bringt – Ausbildung, Lizenz, Material. Was das genau ist, besprechen wir offen im Erstgespräch, nicht im Kleingedruckten.
Wir versprechen dir hier keine Zahlen, die wir nicht halten können. Wenn du konkrete Beispiele rechnen willst, nutz unseren Einkommensrechner – da siehst du die Größenordnungen selbst.
Wie fange ich an, ohne alles auf eine Karte zu setzen?
Der übliche Weg ist bewusst vorsichtig:
- Informieren – kostenloses Online-Webinar (etwa 60 Minuten, alle vier Wochen).
- Rechnen – mit dem Einkommensrechner ein realistisches Szenario für dein Gebiet durchspielen.
- Sprechen – persönliches Erstgespräch. Kein Verkaufsgespräch mit Druck, sondern die Frage, ob es für dich passt.
- Ausbilden lassen – Trainerausbildung für dein erstes Konzept.
- Klein starten – ein Kurs pro Woche, nebenbei zum alten Job, so lange du willst.
Du musst nicht kündigen, um anzufangen.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Trainerlizenz, damit die Krankenkasse zahlt?
Für zertifizierte Präventionskurse ja – es gelten festgelegte Qualifikationsanforderungen. Die entsprechenden Ausbildungen sind darauf ausgelegt.
Wie lange dauert die Ausbildung?
Das hängt vom Konzept ab. Die genauen Umfänge und Termine bekommst du im Erstgespräch oder im Webinar.
Kann ich das in der Elternzeit machen?
Ja, viele starten genau dann. Bitte kläre die Rahmenbedingungen vorher mit deinem Arbeitgeber und der Elterngeldstelle.
Kann ich mein Kind mitnehmen?
Ja. Das ist der Kern des Konzepts – dein Kind ist im Kurs dabei.
Was, wenn mein Wunschgebiet schon vergeben ist?
Dann ist es vergeben – Gebiete sind exklusiv. Es lohnt sich, früh zu fragen, welche Gebiete in deiner Region noch frei sind.
Was, wenn ich merke, dass es nichts für mich ist?
Dann ist das ein gutes Ergebnis. Ziel des Erstgesprächs ist ein ehrliches Bauchgefühl – in beide Richtungen.
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