Kliniktasche- Was muss mit für das Abenteuer Geburt und die ersten Tage als frisch gebackene Mama?

Am Ende der Schwangerschaft steht für viele werdende Mamas die Welt Kopf. Häufig müssen noch wichtige Besorgungen getätigt, Ämtergänge erledigt und Arzttermine wahrgenommen werden. Alles Dinge, welche mit steigenden Schwangerschaftswochen nicht mehr allzu leicht zu erledigen sind und viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher ist es ratsam, sich für die letzten Schwangerschaftswochen einen Fahrplan zurecht zulegen, was wann erledigt und wann alles für die bevorstehende Geburt gepackt wird. Die meisten Kinder halten sich nicht an den errechneten Geburtstermin. Für den Notfall sind die meisten Kliniken gerüstet. Sollte sich die Geburt ankündigen, ohne dass die Klinikstasche gepackt ist, wird man trotzdem mit Kleidung und Hygienartikeln der Klinik versorgt.

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Ich empfehle Dir, zwischen der 32. Schwangerschaftswoche und der 34. Schwangerschaftswoche eine Tasche für die Klinik zu packen. Solltest Du mit mehr als einem Kind schwanger sein, dann empfehle ich Dir, zwischen der 28. Schwangerschaftswoche und 30. Schwangerschaftswoche an die Klinikstasche zu denken. Die gepackte Klinikstasche versprüht ein Gefühl der Erleichterung, dass Du nicht bei Wehenbeginn oder plötzlich gesprungener Fruchtblase Deine wichtigsten Utensilien zusammen suchen musst.

Genauso steigert sie auch die Vorfreude auf Dein Baby, wenn Du im Flur an ihr vorbei läufst. Auch wenn Du eine Hausgeburt planst, empfehle ich Dir, eine Tasche für die Klinik zu packen. Leider lassen sich Komplikationen nicht vorhersehen und falls es zu einer kommen sollte, muss die Verlegung in ein Krankenhaus schnell gehen.

Was muss mit in die Kliniktasche?
Ich empfehle Dir, Deinen Wunsch- Kreißsaal im Vorfeld zu besichtigen. Viele Krankenhäuser bieten Infoabende mit anschließender Kreißsaal- und Wochenbettführung an. Bei der Gelegenheit kannst Du vor Ort erfragen, was das Krankenhaus stellt und was Schwangere mitbringen sollten. Dies kann von Krankenhaus zu Krankenhaus variieren.

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Wichtige Papiere:

  • Mutterpass
  • Krankenkassenkarte
  • Personalausweis
  • Einweisungsschein des Frauenarztes (ab. 36 SSW)
  • Allergiepass (wenn notwendig und vorhanden)
  • Geburtsplan und Aufklärungsbögen

Wenn die Klinik die Anmeldung beim Standesamt übernimmt:

  • Familienstammbuch/ Heiratsurkunde, wenn Du mit dem Papa des Kinds verheiratet bist.
  • Die Geburtsurkunde (ggf. Vaterschaftsanerkennung), wenn Du ledig bist

Für die werdende Mama:-

  • 2-3 T- Shirts oder Nachthemden, bestenfalls weit geschnitten, welches Du während den Wehen wechseln kannst und vorn zum knöpfen, für direktes Stillen (wenn gewünscht) nach der Geburt-
  • rutschfeste Schuhe, entweder Badeschlappen oder Clogs zum schnellen hinein schlüpfen ( z.B. für den Toilettengang)
  • dicke, warme Socken – kalte Füße hemmen Deine Wehen
  • Haarband oder Haargummis
  • Lippenbalsam, da durch das bewusste Atmen Deine Lippen trocken und spröde werden können-
  • Massageöl (z.B. Geburtsöl), wenn Du unter der Geburt massiert werden möchtest oder eine Einleitungsunterstützende Bauchmassage brauchst
  • Brille – Kontaktlinsen solltest Du unter den Wehen und unter der Geburt nicht tragen
  • Aufbewahrungsbox und Kontaktlinsenflüssigkeit
  • Verpflegung z. B. Traubenzucker, Müsliriegel oder Säfte, Geld für eine Cafeteria (hierbei auch an Deine begleitende Person denken, auch diese braucht Nervennahrung)
  • Musik – falls es im Kreißsaal möglich ist, kannst Du Deine eigene Playlist für Deine Geburt mitbringen
  • Kamera
  • Gefäß für die Plazenta, wenn Du Deinen Mutterkuchen mit nach Hause nehmen möchtest

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Für die frischgebackene Mama:

  • 2-3 Nachthemden, vorn aufknöpfbar für leichteres Stillen
  • bequeme Kleidung (Jogginghosen, weite stillfreundliche Oberteile) bestenfalls Kleidung welche Dir im 6. Monat gepasst hat
  • Kochbare oder einmal verwendbare Slips, da der Wochenfluss in den ersten Tagen sehr stark ist
  • Morgenmantel zum überwerfen, für kurze Wege über die Station
  • Kosmetiktasche mit üblichen Hygieneartikeln wie Zahnbürste/-pasta, Cremes, Bürste, Duschgel und Deo
  • Still- BH oder Still- Hemdchen, ich empfehle Dir zu Beginn max. 1 Still BH, diesen 2 Cups größer als bisher, da Du erst nach dem Milcheinschuss (3-5 Tag p.p.) siehst welche Größe Du genau brauchst, daher sind Still- Hemdchen zu Beginn besser, sie sind flexibler
  • Balsam für die Brustwarzen ( Medela, Lansinoh..)
  • Telefonliste mit Notfallkontakten, sowie den Kontaktdaten Deiner Hebamme und des zukünftigen Kinderarztes

Wenn Du diese Dinge von zu Hause mitbringen möchtest:

  • ein Packet große, saugstarke Vorlagen/ Binden – die ersten 10 Wochen nach der Geburt solltest Du keine Tampons verwenden
  • Waschlappen und Handtücher
  • wenn Dein Partner mit in der Klinik bleibt ( Familienzimmer) braucht er natürlich auch Kleidung und seine Kosmetikartikel

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Für das Baby:

  • Kleidung: 1-2 Bodys, 2 Strampler, Socken, Wickel- Shirts und – Jäckchen, Spucktücher
  • Kleidung für die ersten Bilder, viele Kliniken bieten Neugeborenenshootings an
  • Windeln, wenn Du nicht die von der Klinik benutzen möchtest (1 kleines Packet) auf jedenfall 2-3 Windeln für den Heimweg
  • Jacke, Mütze und Decke für den Heimweg, im Winter: Handschuhe und dicke Socken nicht vergessen
  • ein pflegendes Öl (Mandelöl) zur direkten Pflege von Hautfalten und für die erste Babymassage
  • Kuscheltier/ Kuscheltuch, welches den Geruch der Eltern besitzt – gibt Deinem Baby direkt das Gefühl der Geborgenheit, auch wenn Du es kurzzeitig nicht selbst kuscheln kannst
  • Autoschale, kann auch am Entlassungstag mitgebracht werden

Ich empfehle Dir die Liste auf Deine Bedürfnisse in der Klinik und Deine Wünsche für die Zeit nach der Geburt Deines Babys anzupassen. Für den einen mag es zu viel sein und für den anderen zu wenig. Gern kann die Liste auch noch mit Deinen Vorschlägen ergänzt werden.
Und nicht vergessen! Was wichtig ist und zählt bist Du und Dein Baby, vergessene Dinge können Dir immer noch in die Klinik gebracht werden (:

Blogbeitrag von Hebamme Katharina Hoffmann, vielen Dank für deine tollen Tipps.

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Beckenbodenschonend? Nicht jeder Anbieter hält was er verspricht!

Schon während der Schwangerschaft gibt es zahlreiche Anbieter, die eine sichere Form des pränatalen Trainings anbieten. Dicht gefolgt von Geburtsvorbereitungskursen, Seminaren über´s Stillen, die Mutter-Kind-Bindung sowie die richtige Säuglingspflege. Im Anschluss an die Geburt startet üblicherweise die Rückbildung. Doch wie geht es danach weiter? Viele Frauen fühlen sich von nun an alleine gelassen und wissen nicht so recht, welchen Sport sie nun schon wieder ausführen können. Denn auch nach einem abgeschlossenen Rückbildungskurs und während der Stillzeit ist der Körper noch lange nicht so belastbar wie vor einer Schwangerschaft. Hier setzt buggyFit an. Alle unsere Trainerinnen haben Grundausbildungen im medizinisch-sportwissenschaftlichen Bereich sind z.B. Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler oder Hebammen und sind zusätzlich im prä- und postnatalen Training fortgebildet.

24.09.2014 DŸsseldorf Buggy Fit im Hofgarten , Junge MŸtter trainieren mit dem Kinderwagen Bettina SŸlzenfu§ (23) und Anna Bierholz (31) Foto : Meike Wirsel Autorennummer 4018778
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Buggy Fit im Hofgarten , Junge MŸtter trainieren mit dem Kinderwagen
Bettina SŸlzenfu§ (23) und Anna Bierholz (31)
Foto : Meike Wirsel Autorennummer 4018778

In unseren Kursen vermeiden wir alles, was deinem Beckenboden schaden könnte. Dazu gehören Sprung- und Hüpfbewegungen, nicht korrekt ausgeführtes Bauchmuskeltraining und Joggen. Uns ist es wichtig, dass ihr ein sicheres und effektives Ausdauer- und Krafttraining im Anschluss an die Rückbildung bekommt. Viele Fitnessanbieter sind überfordert, da keine Trainer mit Spezialwissen vorhanden sind oder die Betreuung des Kindes nicht gewährleistet werden kann. In unseren Kursen liegen die Kleinen gemütlich im Kinderwagen und müssen nicht von der Mama getragen werden. So heben und tragen wir doch gerade die ersten Monate oft genug und belasten dadurch unseren Beckenboden zusätzlich. Dieses Zusatzgewicht wollen wir bei buggyFit so gut es geht vermeiden und nutzen lieber den Kinderwagen und unser eigenes Körpergewicht als Trainingsgerät und nicht das Kind als Übungspartner. Natürlich können die Kleinen auch mal in eine Übung integriert werden, wenn gerade der körperliche Kontakt zur Mutter benötigt wird. Dennoch finden wir, dass auch euren Armen, Schultern und eurem Rücken und nicht zuletzt eurem Beckenboden Entlastung guttun würde. Die Kleinen können uns wunderbar aus dem Kinderwagen oder neben uns auf der Matte liegend sehen und ihr könnt in aller Ruhe eure Übungen durchführen.

24.09.2014 DŸsseldorf Buggy Fit im Hofgarten , Junge MŸtter trainieren mit dem Kinderwagen Anna Bierholz (23) und Yasmin (31) mit Leo ( 5 Monate ) Foto : Meike Wirsel Autorennummer 4018778
24.09.2014
DŸsseldorf
Buggy Fit im Hofgarten , Junge MŸtter trainieren mit dem Kinderwagen
Anna Bierholz (23) und Yasmin (31) mit Leo ( 5 Monate )
Foto : Meike Wirsel Autorennummer 4018778

Dadurch das unser Training draußen an der frischen Luft in den umliegenden Parks der Stadt stattfindet, gibt es genug zu sehen und zu entdecken, um die natürliche Neugier der kleinen Abenteurer zu stillen. Grundsätzlich vermeiden wir also Zusatzgewicht, welches durch das Tragen des eigenen Kindes entsteht und damit den Beckenboden zusätzlich belastet, aber auch sogenannte High Impact – Belastungen gibt es bei uns nicht. High Impact bedeutet, dass beide Beine für einen kurzen Moment gleichzeitig den Boden verlassen. Dies ist zum Beispiel bei Sprüngen oder beim Joggen der Fall. Durch den „Aufprall“ nach dem Sprung, muss dein Beckenboden Schwerstarbeit leisten. In den ersten Monaten nach der Geburt – übrigens auch nach einem Kaiserschnitt – ist dies oft einfach zu viel. Deswegen gilt bei uns immer: Low Impact – ein Bein ist immer auf dem Boden. Dies ist zum Beispiel beim Walken, aber auch bei vielen Kraftübungen im Stand gut möglich. Bei buggyFit trainieren wir den ganzen Körper. Unsere Trainingseinheiten verbessern eure Ausdauer und stärken eure Muskulatur. Zusätzlich ergänzen wir unser Training durch entspannende Techniken sowie Yoga- und Pilates-Elemente. Bei buggyFit soll es um euch, euren Körper und euer Wohlbefinden gehen. Denn jede Mama hat verdient, sich in ihrem Körper wohlzufühlen und einfach mal etwas für sich zu tun. buggyFit vereint das, was viele anderen Anbieter einzeln anbieten in einer Trainingseinheit. Zudem möchten wir das ihr und euer Körper im Mittelpunkt steht. Selbstbewusste und glückliche Mamas sind schließlich unsere Herzensangelegenheit.

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Viel Spaß beim Training wünscht dir dein buggyFit-Team

Rückbildung trotz Kaiserschnitt?

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„Ich hatte einen Kaiserschnitt und brauche keine Rückbildung!“ Diese oder ähnliche Aussagen hören wir in unseren Kursen leider des Öfteren. Als Sportwissenschaftlerin und Mutter kann ich nur sagen, dass ist absolut nicht richtig und ich möchte hiermit die ganzen Mythen rund um das Thema Kaiserschnitt endlich einmal ausräumen.

Was ist ein Kaiserschnitt überhaupt?  Und weshalb wird er durchgeführt?

Ein Kaiserschnitt oder auch Sectio caesarea (kurz „Sectio“) genannt ist eine Schnittentbindung, bei der das Baby auf operativem Weg aus der Gebärmutter entbunden wird. Allgemein gesprochen also eine nicht ganz ungefährliche Bauchoperation, verbunden mit Risiken, wie bei jeder anderen Operation eben auch.

Generell unterscheidet man zwischen einem primären oder sekundären Kaiserschnitt. Bei einer primären Sectio wird das Kind zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt „geholt“. Es ruht also noch im Mutterleib und hat sich selbst noch nicht auf die bevorstehende Geburt eingestellt. Diese Art des Kaiserschnitts wird normalerweise durchgeführt, wenn lebensbedrohliche medizinische Gründe wie z.B. eine Querlage des Kindes vorliegt.

Verwunderlich ist nur, dass dieser Entbindungsmodus in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Gibt es heutzutage also häufiger lebensbedrohliche Zustände? Oder passt der geplante Geburtstermin einfach besser in den Terminkalender der Eltern, des Arztes oder der Klinik? Ist ein geplanter Kaiserschnitt gar lukrativer als eine spontane Geburt?

Von einer sekundären Sectio hingegen sprechen wir, wenn die natürliche Geburt bereits begonnen hat und es während des Verlaufs zu Komplikationen wie einem Geburtsstillstand und einer Veränderung der kindlichen Herztöne kommt. In diesem Fall wird häufig ebenfalls eine Schnittentbindung eingeleitet.

Der sekundäre Kaiserschnitt kann aber nicht mit dem sogenannten „Notkaiserschnitt“ gleichgesetzt werden. Denn dieser kann sowohl primär als auch sekundär erfolgen. Der Ausdruck „Notkaiserschnitt“ hat einzig und allein mit der Dringlichkeit und der damit verbundenen Gefahr für Mutter und Kind zu tun. Darunter fallen z.B. eine vorzeitige Plazentaablösung, eine Uterusruptur oder auch eine Eklampsie.

Wie läuft der Kaiserschnitt eigentlich ab?

junge Frau mit OperationsnarbeZu allererst erfolgt die Narkose, meist in Form einer Spinalanästhesie, denn viele Frau wollen die Geburt bei vollem Bewusstsein miterleben. In Notfällen wird allerdings häufiger auf eine Vollnarkose zurückgegriffen, da die Zeit meistens drängt.

Anschließend eröffnet der Operateur die Bauchdecke mit einem Skalpell über einen 8 – 12 cm langen Hautschnitt knapp oberhalb der Schambeinfuge. Im Anschluss daran werden Fett-, Nerven- und Muskelgewebe im Idealfall beiseitegeschoben/gezogen/gedehnt oder alternativ geschnitten. Danach erfolgt die Eröffnung der Gebärmutter, das Kind wird herausgeholt und abgenabelt. Abschließend werden die einzelnen Gewebsschichten wieder zusammengenäht. Insgesamt dauert ein Kaiserschnitt etwa 45 – 60 Minuten.

Soweit genug mit den medizinischen Fakten. Aber was bedeutet ein Kaiserschnitt für Mutter und Kind?

Hier die Erfahrung einer Mutter, die sowohl eine natürliche Geburt als auch einen Kaiserschnitt erlebt hat.

„Bei der zweiten Geburt wurden die Herztöne meines Babys plötzlich immer schwächer und dann ging alles ganz schnell – Rückenmarksnarkose, und schon lag ich auf dem OP-Tisch! Ich hatte einfach nur Angst, war komplett passiv und hatte das Gefühl selbst absolut nichts zur Geburt beitragen zu können. Auch nach dem Kaiserschnitt habe ich sehr lange gebraucht, um dieselbe Bindung zu meinem Kind aufzubauen wie nach der ersten Geburt. Das war wirklich eine große psychische Belastung für mich. Und dann waren da noch diese unerträglichen Schmerzen. Ich konnte mich kaum bewegen, geschweige denn aus dem Bett aufstehen. Noch nie in meinem Leben hatte ich solche Schmerzen – warum tun sich das manche Frauen freiwillig an?“

„Medizinisch notwendige Indikationen und lebensbedrohliche Zustände sind für mich absolut nachvollziehbar. Wunschkaiserschnitte NICHT! Warum machen Frauen so etwas? Planen sie den Kaiserschnitt extra mehrere Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, um sich die Figur nicht zu ruinieren? Ja, von einigen Prominenten hört man sowas ja leider immer mal wieder. Da kann ich nur den Kopf schütteln…“

„Das wichtigste ist doch das Neugeborene. Und das kommt, wenn es bereit dazu ist. Also wenn alle Organe fertig entwickelt und der neue Erdenbürger bereit ist seine Umgebung kennenzulernen.“

Die Vorteile einer natürlichen Geburt für das Kind, sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Durch die Wehen beispielsweise entsteht Druck auf den Brustkorb des Kindes. Dadurch wird das Fruchtwasser aus den Lungen herausgepresst und das Kind auf die Atmung vorbereitet. Bei einem Kaiserschnitt entfällt dies. Nicht selten hört man danach Aussagen wie „das Baby braucht etwas Unterstützung beim Atmen“. Klar – ein wichtiger von der Natur vorgegebener Prozess hat gefehlt.

Auch die Immunabwehr ist bei Kindern, die durch eine natürliche Geburt auf die Welt gekommen sind, häufig besser ausgeprägt. Durch die Passage des vaginalen Geburtskanals bekommt das Baby eine erste Immunisierung durch die schützenden Vaginal- und Darmbakterien der eigenen Mutter.

Außerdem fördern die Wehen die Ausschüttung von Glückshormonen, welche eine intensivere Bindung zwischen Mutter und Kind begünstigen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die Frau erholt sich deutlich schneller von einer natürlichen Geburt, als nach einem Kaiserschnitt. Zumal ja auch noch operative Risiken wie Nachblutungen, Infektionen, hoher Blutverlust und Verletzung von umliegenden Organen auftreten können.

Wie sieht es nun mit der Rückbildung aus? Und wann kann nach einem Kaiserschnitt endlich wieder Sport getrieben werden?

Grundsätzlich ist eine Rückbildung auch nach einem Kaiserschnitt unerlässlich und absolut notwendig! Zwar wird der Beckenboden bei einem Kaiserschnitt selbst nicht so stark belastet, da das Neugeborene nicht durch die Beckenbodenmuskulatur hindurchtritt. Jedoch muss diese während der Schwangerschaft einer enormen Belastung standhalten.

  • Zunehmendes Gewicht des Kindes und der Mutter
  • Veränderte Körperhaltung durch die Veränderung des Körperschwerpunktes
  • Hormonelle Veränderungen, die das Gewebe „weicher“ machen
  • Bauchmuskulatur weicht zur Seite und der Beckenboden wird stärker belastet

Bereits wenige Tagen nach der Geburt können erste isometrische Übungen für den Beckenboden durchgeführt werden. In der Regel bekommst du eine genaue Anleitung bereits im Krankenhaus oder von deiner Hebamme.

Sportliche Aktivität ist in dieser Zeit aber noch absolut tabu. Gönne deinem Körper eine Pause, damit eine optimale Wundheilung stattfinden kann. Diese dauert in der Regel ca. 4 — 6 Wochen. Außerdem hat dein Körper mit hormonellen Umstellungen und Schlafmangel in den ersten Wochen genug zu tun! Zudem will dein Baby in den ersten Wochen einfach nur kuscheln, kuscheln und kuscheln. Also genieß es – die Kleinen werden so schnell groß!

Übungen zur Rückbildung der Bauchmuskulatur und erste sportliche Aktivitäten sollten frühestens 6 Wochen nach der Entbindung erfolgen. Dabei können längere Spaziergänge ein guter Einstieg sein. Dadurch kommt dein Kreislauf in Schwung und kann so die Wundheilung unterstützen. Ansonsten stehen am Anfang leichte Dehnübungen für Schulter, Nacken, Rücken und isometrische Aktivierung der Bauch-, Beckenboden- und Rückenmuskulatur im Vordergrund. Jeden zweiten Tag reicht hierbei völlig aus. In dieser Zeit sollte auch dein Rückbildungskurs starten. Wusstest du schon das auch buggyFit in vielen Standorten als Zusatzangebot Rückbildungskurse anbietet? Die Kurse sind nicht so überlaufen wie bei den Hebammen und sind ein absoluter Geheimtipp.

Nach ca. 10 – 12 Wochen kann häufig wieder mit Sport begonnen werden. Das wäre auch der optimale Zeitpunkt für eine buggyFit-Probestunde.

Sportarten bei denen der Beckenboden sehr stark belastet wird, wie z.B. Joggen, sollten frühestens nach 6 Monaten ausgeübt werden. Im Idealfall solltest du auch nicht mehr stillen, damit sich dein Hormonhaushalt wieder reguliert hat.

Ulrike, Sportwissenschaftlerin, buggyFit Trainerin und Mama.

Unser DVD Tipp für Rückbildung

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 4

Button_BeckenodenWie kannst Du die weitere Rückbildung noch unterstützen, die aktiven Übungen festigen und weiter im Alltag durch passive Maßnahmen vervollständigen? Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 4 weiterlesen

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 3

Was mache ich jetzt mit meiner Rektusdiastase oder vielmehr: was tue ich dagegen? Pregnancy or diet concept, female hands protecting the stomach on white background.Zu allererst gilt: lass Dir Zeit und stresse Dich nicht! Dein Körper hat ein (oder auch mehrere?) Kind(er) zur Welt gebracht und an dem Spruch „eine Schwangerschaft hin und eine wieder zurück“ ist unheimlich viel dran: Die ganzen Hormonumstellungen, körperlichen Veränderungen der Organe Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 3 weiterlesen

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“Teil 1

Was ist eigentlich die Rektusdiastase?RD

Viele Mamas kennen das Prozedere, wenn die Nachsorgehebamme zu Besuch kommt: Sie misst den Fundusstand Deiner Gebärmutter und ertastet auch die Rektusdiastase. Aber was ist das eigentlich und warum macht sie das?

Der Fundusstand zeigt den Stand Deiner Gebärmutter im Bauchraum an- durch die Nachwehen reduziert sich die Größe Deiner Gebärmutter innerhalb kürzester Zeit in etwa auf Faustgröße zurück und ist im rückgebildeten Zustand gar nicht mehr gut zu tasten.

Bei der Rektusdiastase handelt es sich um die Lücke zwischen Deiner Belly of pregnant womangeraden Bauchmuskulatur, das sogenannte Sixpack. Durch die Hormone während der Schwangerschaft werden u.a. die Bauchmuskeln weich gemacht und weichen von der Mittellinie zur Seite ab (irgendwo muss ja schliesslich das Kind hin), sodass ca. ab der 32. Schwangerschaftswoche eine komplett physiologische, also natürliche Lücke auf Bauchnabelhöhe entsteht.

Durch diese Entwicklung können die Bauchmuskeln zum einen ihrer Funktion als Bauchpresse beim Husten, Niesen, Lachen und zum anderen als Gegenspieler für die gestresste Rückenmuskulatur nicht nachkommen.

Lass Dich nicht verunsichern, wenn andere Mamas um Dich herum schnell wieder eine nahezu geschlossene Rektusdiastase haben- jede Frau ist anders und jeder Körper hat sein eigenes Tempo, was die Rückbildung angeht. Zudem sind der Zustand der Muskulatur vor der Schwangerschaft und die genetische Disposition Hauptindikatoren für die Rückbildung und Entwicklung. Von den ganzen Faktoren wie wenig Zeit zum Training, Ermüdung durch den Säugling und einem vollen Alltag, wo wenig Zeit für Dich als Mama bleibt, mal ganz abgesehen.

Mögliche Folgen einer schwachen Bauchmuskulatur und nicht geschlossenen Rektusdiastase zeigen sich häufig, ähnlich wie Beckenbodenbeschwerden, erst später. Da es aber auch Muskulatur ist, ist es nie zu spät, mit Übungen anzufangen und den Alltag dementsprechend anzupassen:

– Schau, wie Du aufstehst: Möglichst solltest Du über die Seite hochkommen (auch wenn sich Dein Baby nachts meldet oder es schnell gehen muss)

– Versuche, schwere Dinge von anderen tragen zu lassen. Nimm die Hilfe an, die Dir angeboten wird

– Wenn Du doch etwas tragen musst, versuche das Gewicht körpernah zu tragen und währenddessen unbedingt weiter zu atmen (versuche auch zusätzlich, deine Kiefer entspannt zu lassen)

– Drehe beim Lachen, Niesen und Husten den Oberkörper nach hinten, versuche den Beckenboden anzuspannen ( à weitere Infos dazu gibt es auch hier)

Kleine feine Veränderungen in Deinen Bewegungsabläufen, die aber einen großen Unterschied machen.

Probiere es ruhig aus!

Viel Spaß dabei und bis bald!

Dein buggyFit Team

Kleine Trainingseinheit für deinen Bauch & Beckenboden!

Heute gibt´s wieder eine Übung für euch: image11Du brauchst nur eine Matte oder ein Handtuch sowie ein klein bisschen Platz… Kleine Trainingseinheit für deinen Bauch & Beckenboden! weiterlesen

Wann darf ich endlich wieder Joggen?

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Joggen macht spaß, aber… jede Frau ist eben anders!

Nachdem wir diese Frage immer wieder von euch hören und sie in direktem Zusammenhang mit eurem Beckenboden steht wollten wir ihr gerne einen ganzen Beitrag widmen. Viel Spaß dabei 😉 Wann darf ich endlich wieder Joggen? weiterlesen

Welche Sportarten sind für deinen Beckenboden eigentlich gut?

Lexip_GmbH_Buggyfit_0004buggyFit natürlich – denn hierbei achten wir ganz gezielt auf deinen Beckenboden! 😉

Aber natürlich gibt es auch noch ein paar andere Sportarten die diesem Muskel gerade nach einer Schwangerschaft und Geburt wieder richtig gut tun.
Als Grundregel solltest du in der ersten Zeit nach der Geburt (ca. 6-9 Monate) sogenannte High impact Belastungen vermeiden. High Impact bedeutet, Welche Sportarten sind für deinen Beckenboden eigentlich gut? weiterlesen

Kräftigungsübung für deinen Bauch- und Beckenboden!

image1In den letzten Beiträgen gab´s viel Theorie und hoffentlich spannendes und neues Wissen für dich rund um deinen Beckenboden. Wir hoffen, dass du mittlerweile ein etwas besseres Gefühl für ihn entwickelt hast und freuen uns, dir nun diese tolle Übung vorstellen zu dürfen: Kräftigungsübung für deinen Bauch- und Beckenboden! weiterlesen