Kliniktasche- Was muss mit für das Abenteuer Geburt und die ersten Tage als frisch gebackene Mama?

Am Ende der Schwangerschaft steht für viele werdende Mamas die Welt Kopf. Häufig müssen noch wichtige Besorgungen getätigt, Ämtergänge erledigt und Arzttermine wahrgenommen werden. Alles Dinge, welche mit steigenden Schwangerschaftswochen nicht mehr allzu leicht zu erledigen sind und viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher ist es ratsam, sich für die letzten Schwangerschaftswochen einen Fahrplan zurecht zulegen, was wann erledigt und wann alles für die bevorstehende Geburt gepackt wird. Die meisten Kinder halten sich nicht an den errechneten Geburtstermin. Für den Notfall sind die meisten Kliniken gerüstet. Sollte sich die Geburt ankündigen, ohne dass die Klinikstasche gepackt ist, wird man trotzdem mit Kleidung und Hygienartikeln der Klinik versorgt.

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Ich empfehle Dir, zwischen der 32. Schwangerschaftswoche und der 34. Schwangerschaftswoche eine Tasche für die Klinik zu packen. Solltest Du mit mehr als einem Kind schwanger sein, dann empfehle ich Dir, zwischen der 28. Schwangerschaftswoche und 30. Schwangerschaftswoche an die Klinikstasche zu denken. Die gepackte Klinikstasche versprüht ein Gefühl der Erleichterung, dass Du nicht bei Wehenbeginn oder plötzlich gesprungener Fruchtblase Deine wichtigsten Utensilien zusammen suchen musst.

Genauso steigert sie auch die Vorfreude auf Dein Baby, wenn Du im Flur an ihr vorbei läufst. Auch wenn Du eine Hausgeburt planst, empfehle ich Dir, eine Tasche für die Klinik zu packen. Leider lassen sich Komplikationen nicht vorhersehen und falls es zu einer kommen sollte, muss die Verlegung in ein Krankenhaus schnell gehen.

Was muss mit in die Kliniktasche?
Ich empfehle Dir, Deinen Wunsch- Kreißsaal im Vorfeld zu besichtigen. Viele Krankenhäuser bieten Infoabende mit anschließender Kreißsaal- und Wochenbettführung an. Bei der Gelegenheit kannst Du vor Ort erfragen, was das Krankenhaus stellt und was Schwangere mitbringen sollten. Dies kann von Krankenhaus zu Krankenhaus variieren.

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Wichtige Papiere:

  • Mutterpass
  • Krankenkassenkarte
  • Personalausweis
  • Einweisungsschein des Frauenarztes (ab. 36 SSW)
  • Allergiepass (wenn notwendig und vorhanden)
  • Geburtsplan und Aufklärungsbögen

Wenn die Klinik die Anmeldung beim Standesamt übernimmt:

  • Familienstammbuch/ Heiratsurkunde, wenn Du mit dem Papa des Kinds verheiratet bist.
  • Die Geburtsurkunde (ggf. Vaterschaftsanerkennung), wenn Du ledig bist

Für die werdende Mama:-

  • 2-3 T- Shirts oder Nachthemden, bestenfalls weit geschnitten, welches Du während den Wehen wechseln kannst und vorn zum knöpfen, für direktes Stillen (wenn gewünscht) nach der Geburt-
  • rutschfeste Schuhe, entweder Badeschlappen oder Clogs zum schnellen hinein schlüpfen ( z.B. für den Toilettengang)
  • dicke, warme Socken – kalte Füße hemmen Deine Wehen
  • Haarband oder Haargummis
  • Lippenbalsam, da durch das bewusste Atmen Deine Lippen trocken und spröde werden können-
  • Massageöl (z.B. Geburtsöl), wenn Du unter der Geburt massiert werden möchtest oder eine Einleitungsunterstützende Bauchmassage brauchst
  • Brille – Kontaktlinsen solltest Du unter den Wehen und unter der Geburt nicht tragen
  • Aufbewahrungsbox und Kontaktlinsenflüssigkeit
  • Verpflegung z. B. Traubenzucker, Müsliriegel oder Säfte, Geld für eine Cafeteria (hierbei auch an Deine begleitende Person denken, auch diese braucht Nervennahrung)
  • Musik – falls es im Kreißsaal möglich ist, kannst Du Deine eigene Playlist für Deine Geburt mitbringen
  • Kamera
  • Gefäß für die Plazenta, wenn Du Deinen Mutterkuchen mit nach Hause nehmen möchtest

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Für die frischgebackene Mama:

  • 2-3 Nachthemden, vorn aufknöpfbar für leichteres Stillen
  • bequeme Kleidung (Jogginghosen, weite stillfreundliche Oberteile) bestenfalls Kleidung welche Dir im 6. Monat gepasst hat
  • Kochbare oder einmal verwendbare Slips, da der Wochenfluss in den ersten Tagen sehr stark ist
  • Morgenmantel zum überwerfen, für kurze Wege über die Station
  • Kosmetiktasche mit üblichen Hygieneartikeln wie Zahnbürste/-pasta, Cremes, Bürste, Duschgel und Deo
  • Still- BH oder Still- Hemdchen, ich empfehle Dir zu Beginn max. 1 Still BH, diesen 2 Cups größer als bisher, da Du erst nach dem Milcheinschuss (3-5 Tag p.p.) siehst welche Größe Du genau brauchst, daher sind Still- Hemdchen zu Beginn besser, sie sind flexibler
  • Balsam für die Brustwarzen ( Medela, Lansinoh..)
  • Telefonliste mit Notfallkontakten, sowie den Kontaktdaten Deiner Hebamme und des zukünftigen Kinderarztes

Wenn Du diese Dinge von zu Hause mitbringen möchtest:

  • ein Packet große, saugstarke Vorlagen/ Binden – die ersten 10 Wochen nach der Geburt solltest Du keine Tampons verwenden
  • Waschlappen und Handtücher
  • wenn Dein Partner mit in der Klinik bleibt ( Familienzimmer) braucht er natürlich auch Kleidung und seine Kosmetikartikel

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Für das Baby:

  • Kleidung: 1-2 Bodys, 2 Strampler, Socken, Wickel- Shirts und – Jäckchen, Spucktücher
  • Kleidung für die ersten Bilder, viele Kliniken bieten Neugeborenenshootings an
  • Windeln, wenn Du nicht die von der Klinik benutzen möchtest (1 kleines Packet) auf jedenfall 2-3 Windeln für den Heimweg
  • Jacke, Mütze und Decke für den Heimweg, im Winter: Handschuhe und dicke Socken nicht vergessen
  • ein pflegendes Öl (Mandelöl) zur direkten Pflege von Hautfalten und für die erste Babymassage
  • Kuscheltier/ Kuscheltuch, welches den Geruch der Eltern besitzt – gibt Deinem Baby direkt das Gefühl der Geborgenheit, auch wenn Du es kurzzeitig nicht selbst kuscheln kannst
  • Autoschale, kann auch am Entlassungstag mitgebracht werden

Ich empfehle Dir die Liste auf Deine Bedürfnisse in der Klinik und Deine Wünsche für die Zeit nach der Geburt Deines Babys anzupassen. Für den einen mag es zu viel sein und für den anderen zu wenig. Gern kann die Liste auch noch mit Deinen Vorschlägen ergänzt werden.
Und nicht vergessen! Was wichtig ist und zählt bist Du und Dein Baby, vergessene Dinge können Dir immer noch in die Klinik gebracht werden (:

Blogbeitrag von Hebamme Katharina Hoffmann, vielen Dank für deine tollen Tipps.

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Rückbildung trotz Kaiserschnitt?

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„Ich hatte einen Kaiserschnitt und brauche keine Rückbildung!“ Diese oder ähnliche Aussagen hören wir in unseren Kursen leider des Öfteren. Als Sportwissenschaftlerin und Mutter kann ich nur sagen, dass ist absolut nicht richtig und ich möchte hiermit die ganzen Mythen rund um das Thema Kaiserschnitt endlich einmal ausräumen.

Was ist ein Kaiserschnitt überhaupt?  Und weshalb wird er durchgeführt?

Ein Kaiserschnitt oder auch Sectio caesarea (kurz „Sectio“) genannt ist eine Schnittentbindung, bei der das Baby auf operativem Weg aus der Gebärmutter entbunden wird. Allgemein gesprochen also eine nicht ganz ungefährliche Bauchoperation, verbunden mit Risiken, wie bei jeder anderen Operation eben auch.

Generell unterscheidet man zwischen einem primären oder sekundären Kaiserschnitt. Bei einer primären Sectio wird das Kind zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt „geholt“. Es ruht also noch im Mutterleib und hat sich selbst noch nicht auf die bevorstehende Geburt eingestellt. Diese Art des Kaiserschnitts wird normalerweise durchgeführt, wenn lebensbedrohliche medizinische Gründe wie z.B. eine Querlage des Kindes vorliegt.

Verwunderlich ist nur, dass dieser Entbindungsmodus in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Gibt es heutzutage also häufiger lebensbedrohliche Zustände? Oder passt der geplante Geburtstermin einfach besser in den Terminkalender der Eltern, des Arztes oder der Klinik? Ist ein geplanter Kaiserschnitt gar lukrativer als eine spontane Geburt?

Von einer sekundären Sectio hingegen sprechen wir, wenn die natürliche Geburt bereits begonnen hat und es während des Verlaufs zu Komplikationen wie einem Geburtsstillstand und einer Veränderung der kindlichen Herztöne kommt. In diesem Fall wird häufig ebenfalls eine Schnittentbindung eingeleitet.

Der sekundäre Kaiserschnitt kann aber nicht mit dem sogenannten „Notkaiserschnitt“ gleichgesetzt werden. Denn dieser kann sowohl primär als auch sekundär erfolgen. Der Ausdruck „Notkaiserschnitt“ hat einzig und allein mit der Dringlichkeit und der damit verbundenen Gefahr für Mutter und Kind zu tun. Darunter fallen z.B. eine vorzeitige Plazentaablösung, eine Uterusruptur oder auch eine Eklampsie.

Wie läuft der Kaiserschnitt eigentlich ab?

junge Frau mit OperationsnarbeZu allererst erfolgt die Narkose, meist in Form einer Spinalanästhesie, denn viele Frau wollen die Geburt bei vollem Bewusstsein miterleben. In Notfällen wird allerdings häufiger auf eine Vollnarkose zurückgegriffen, da die Zeit meistens drängt.

Anschließend eröffnet der Operateur die Bauchdecke mit einem Skalpell über einen 8 – 12 cm langen Hautschnitt knapp oberhalb der Schambeinfuge. Im Anschluss daran werden Fett-, Nerven- und Muskelgewebe im Idealfall beiseitegeschoben/gezogen/gedehnt oder alternativ geschnitten. Danach erfolgt die Eröffnung der Gebärmutter, das Kind wird herausgeholt und abgenabelt. Abschließend werden die einzelnen Gewebsschichten wieder zusammengenäht. Insgesamt dauert ein Kaiserschnitt etwa 45 – 60 Minuten.

Soweit genug mit den medizinischen Fakten. Aber was bedeutet ein Kaiserschnitt für Mutter und Kind?

Hier die Erfahrung einer Mutter, die sowohl eine natürliche Geburt als auch einen Kaiserschnitt erlebt hat.

„Bei der zweiten Geburt wurden die Herztöne meines Babys plötzlich immer schwächer und dann ging alles ganz schnell – Rückenmarksnarkose, und schon lag ich auf dem OP-Tisch! Ich hatte einfach nur Angst, war komplett passiv und hatte das Gefühl selbst absolut nichts zur Geburt beitragen zu können. Auch nach dem Kaiserschnitt habe ich sehr lange gebraucht, um dieselbe Bindung zu meinem Kind aufzubauen wie nach der ersten Geburt. Das war wirklich eine große psychische Belastung für mich. Und dann waren da noch diese unerträglichen Schmerzen. Ich konnte mich kaum bewegen, geschweige denn aus dem Bett aufstehen. Noch nie in meinem Leben hatte ich solche Schmerzen – warum tun sich das manche Frauen freiwillig an?“

„Medizinisch notwendige Indikationen und lebensbedrohliche Zustände sind für mich absolut nachvollziehbar. Wunschkaiserschnitte NICHT! Warum machen Frauen so etwas? Planen sie den Kaiserschnitt extra mehrere Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, um sich die Figur nicht zu ruinieren? Ja, von einigen Prominenten hört man sowas ja leider immer mal wieder. Da kann ich nur den Kopf schütteln…“

„Das wichtigste ist doch das Neugeborene. Und das kommt, wenn es bereit dazu ist. Also wenn alle Organe fertig entwickelt und der neue Erdenbürger bereit ist seine Umgebung kennenzulernen.“

Die Vorteile einer natürlichen Geburt für das Kind, sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Durch die Wehen beispielsweise entsteht Druck auf den Brustkorb des Kindes. Dadurch wird das Fruchtwasser aus den Lungen herausgepresst und das Kind auf die Atmung vorbereitet. Bei einem Kaiserschnitt entfällt dies. Nicht selten hört man danach Aussagen wie „das Baby braucht etwas Unterstützung beim Atmen“. Klar – ein wichtiger von der Natur vorgegebener Prozess hat gefehlt.

Auch die Immunabwehr ist bei Kindern, die durch eine natürliche Geburt auf die Welt gekommen sind, häufig besser ausgeprägt. Durch die Passage des vaginalen Geburtskanals bekommt das Baby eine erste Immunisierung durch die schützenden Vaginal- und Darmbakterien der eigenen Mutter.

Außerdem fördern die Wehen die Ausschüttung von Glückshormonen, welche eine intensivere Bindung zwischen Mutter und Kind begünstigen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die Frau erholt sich deutlich schneller von einer natürlichen Geburt, als nach einem Kaiserschnitt. Zumal ja auch noch operative Risiken wie Nachblutungen, Infektionen, hoher Blutverlust und Verletzung von umliegenden Organen auftreten können.

Wie sieht es nun mit der Rückbildung aus? Und wann kann nach einem Kaiserschnitt endlich wieder Sport getrieben werden?

Grundsätzlich ist eine Rückbildung auch nach einem Kaiserschnitt unerlässlich und absolut notwendig! Zwar wird der Beckenboden bei einem Kaiserschnitt selbst nicht so stark belastet, da das Neugeborene nicht durch die Beckenbodenmuskulatur hindurchtritt. Jedoch muss diese während der Schwangerschaft einer enormen Belastung standhalten.

  • Zunehmendes Gewicht des Kindes und der Mutter
  • Veränderte Körperhaltung durch die Veränderung des Körperschwerpunktes
  • Hormonelle Veränderungen, die das Gewebe „weicher“ machen
  • Bauchmuskulatur weicht zur Seite und der Beckenboden wird stärker belastet

Bereits wenige Tagen nach der Geburt können erste isometrische Übungen für den Beckenboden durchgeführt werden. In der Regel bekommst du eine genaue Anleitung bereits im Krankenhaus oder von deiner Hebamme.

Sportliche Aktivität ist in dieser Zeit aber noch absolut tabu. Gönne deinem Körper eine Pause, damit eine optimale Wundheilung stattfinden kann. Diese dauert in der Regel ca. 4 — 6 Wochen. Außerdem hat dein Körper mit hormonellen Umstellungen und Schlafmangel in den ersten Wochen genug zu tun! Zudem will dein Baby in den ersten Wochen einfach nur kuscheln, kuscheln und kuscheln. Also genieß es – die Kleinen werden so schnell groß!

Übungen zur Rückbildung der Bauchmuskulatur und erste sportliche Aktivitäten sollten frühestens 6 Wochen nach der Entbindung erfolgen. Dabei können längere Spaziergänge ein guter Einstieg sein. Dadurch kommt dein Kreislauf in Schwung und kann so die Wundheilung unterstützen. Ansonsten stehen am Anfang leichte Dehnübungen für Schulter, Nacken, Rücken und isometrische Aktivierung der Bauch-, Beckenboden- und Rückenmuskulatur im Vordergrund. Jeden zweiten Tag reicht hierbei völlig aus. In dieser Zeit sollte auch dein Rückbildungskurs starten. Wusstest du schon das auch buggyFit in vielen Standorten als Zusatzangebot Rückbildungskurse anbietet? Die Kurse sind nicht so überlaufen wie bei den Hebammen und sind ein absoluter Geheimtipp.

Nach ca. 10 – 12 Wochen kann häufig wieder mit Sport begonnen werden. Das wäre auch der optimale Zeitpunkt für eine buggyFit-Probestunde.

Sportarten bei denen der Beckenboden sehr stark belastet wird, wie z.B. Joggen, sollten frühestens nach 6 Monaten ausgeübt werden. Im Idealfall solltest du auch nicht mehr stillen, damit sich dein Hormonhaushalt wieder reguliert hat.

Ulrike, Sportwissenschaftlerin, buggyFit Trainerin und Mama.

Unser DVD Tipp für Rückbildung

Elvie der kleine Beckenboden-Trainer – ein Erfahrungsbericht

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Ich bin Jessica, 35 Jahre alt, bald 2-fach Mama und buggyFit-Trainerin aus Leichlingen im Rheinland. Durch meine Zielgruppenspezialisierung interessiert mich eine Muskelgruppe ganz besonders – der Beckenboden. Das mysteriöse Etwas, irgendwo im unteren Teil unseres Körpers. Die meisten Menschen wissen, dass es ihn gibt, viele wissen ungefähr, wo er sich befindet, aber die Wenigsten haben ihn jemals wirklich gespürt. In meinen Kursen liegt die Stärkung des Beckenbodens sowie der umliegenden Muskulatur im Fokus einer jeden Trainingseinheit.

Der Beckenboden ist eine jener Körperregionen, um die man sich erst sorgt, wenn sie nicht mehr so funktioniert, wie sie sollte – und das, obwohl er sehr vielfältige Aufgaben übernimmt. Im unteren Becken aufgespannt wie ein Trampolin, stützt er die inneren Organe und schließt den Bauchraum nach unten ab. Er wirkt stabilisierend auf die untere Wirbelsäule und übernimmt die Schließfunktionen um Blase und After. Beim Sex führt ein trainierter Beckenboden bei der Frau zu mehr Lustempfinden, während er beim Mann für eine bessere Durchblutung des Penis sorgt und somit die Potenz steigert.

Noch immer ist das Thema Beckenboden mit viel Scham besetzt, was es nicht leichter macht, die Aufmerksamkeit und die Achtsamkeit auf diese Muskelgruppe zu lenken. Nach meiner Erfahrung gehört die Rückbildungsgymnastik für viele junge Mütter nach der Geburt ganz selbstverständlich dazu, für einige bringt solch ein Kurs aber organisatorische Herausforderungen mit sich. Ganz selten habe ich Frauen in meinen Kursen, deren Kinder schon fast erwachsen sind und die den Bedarf erkennen, an ihrem Beckenboden zu arbeiten. Den Beckenboden nach einer Schwangerschaft wieder in Schuss zu bringen, das ist gesellschaftlich akzeptiert, aber sonst spricht man über dieses Geflecht aus Muskeln am unteren Ende des Rumpfs eher nicht. Dabei sind Störungen in der Funktion des Beckenbodens ein weitverbreitetes Phänomen. Bis zu fünfzig Prozent aller Frauen sind im Laufe ihres Lebens von einem nicht intakten Beckenboden betroffen. Wenn diese Muskulatur geschwächt ist, können Rückenschmerzen die Folge sein, aber auch Einschränkungen der Sexualität, Senkungen innerer Organe oder Inkontinenz.

Bei Männern sind Probleme mit dem Beckenboden seltener, jedoch nimmt auch hier die Belastung auf den Beckenboden im Alter zu und macht sich mit Inkontinenz und erektiler Dysfunktion bemerkbar.

Sinn und Zweck

Nun aber zu Elvie. Ich hatte mich im Vorfeld gefragt, ob dieses Gerät eine sinnvolle Ergänzung zu einem Beckenbodengymnastikkurs sein oder ihn sogar ganz ersetzen kann. So bekam ich kürzlich die Möglichkeit, mir durch den Testsieger 2016 – Elvie, ein Bild von den Vor- und Nachteilen von Beckenbodentrainern zu machen. Vielen Dank dafür an meinbeckenboden.de .

Elvie ist ein etwas mehr als tampongroßes Gerät aus medizinischem, mintgrünen Silikon, das per Bluetooth mit einer zugehörigen kostenlosen App auf dem Smartphone verbunden ist.

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Die Vorbereitung ist sehr einfach: Die App installieren, Sprache einstellen, Elvie aufladen und schon kann es losgehen. Du kannst Elvie im Stehen oder im Liegen verwenden, ganz nach Deinen individuellen Vorlieben. Ich entschied mich für die liegende Variante.  Die einzelnen Themenbereiche sind in der App übersichtlich sortiert und gut erklärt. Du richtest Dein Konto ein und vor Deinem ersten Training bestimmst Du Deine Ziele. Fit bleiben, Stärke aufbauen oder Sich herausfordern sind die vorgegebenen Varianten, die Du jederzeit ändern kannst. Abhängig von Deiner Wahl wird die Anzahl der Trainingseinheiten und die Dauer in Wochen bis zur Erreichung Deines Ziels vorgegeben.

Elvie wird  in die Scheide eingeführt, wo es die Beckenbodenkontraktionen mithilfe eines Sensors aufzeichnet und via Bluetoothverbindung auf dem Smartphone sichtbar macht. Für einen optimalen Sitz lässt sich die Größe des Gerätes mit einem Aufsatz anpassen. Ein Rückholstück bleibt draußen, um Elvie nach dem Üben wieder sanft herauszuziehen. Durch die Hülle aus medizinischem Silikon ist Elvie wasserfest.

Dein Beckenbodentraining wird also vom Gadget auf die App übertragen. So siehst Du auf dem Smartphone, wie stark Deine Muskulatur ist und wie gut sie arbeitet.

Training

Das Training mit Elvie funktioniert wie ein Spiel: Du bringst durch das An- und Entspannen Deiner Muskeln einen Edelstein zum Hüpfen oder Du bewegst ihn voran und lässt ihn über Hindernisse springen.

Ein Workout dauert ca. fünf Minuten und setzt sich aus verschiedenen Übungen zusammen. Die Übungen sind abhängig von Deinen Zielvorgaben. Zu Beginn wird durch einmaliges Anspannen des Beckenbodens Dein Tageslevel bestimmt, welches als Maßstab für das folgende Workout gilt. Unmittelbar nach jeder Übung erhältst Du eine Auswertung, gemessen an Deinem Tageslevel.  Erst dann geht es mit der nächsten Übung weiter. Elvie Workout Level

Nach dem Workout wird Dir Dein komplettes Ergebnis in Form eines Diagramms angezeigt.  Motivation wird gleich mitgeliefert. „Versuche es weiter“ motiviert Dich zum Weitermachen, „Gute Fortschritte“ deutet auf Deine Stärke hin und „Perfekt“ heißt, das Level ist bald geschafft.

Sobald Du zehn Mal trainiert hast, schaltest Du in der App automatisch ein neues Level und somit neue Spiele frei.

Du erkennst so immer gleich, ob Du Dich verbessert hast oder in welchen Bereichen Du noch etwas mehr arbeiten kannst. Hast Du alle Level geschafft – was nicht von heute auf morgen geschieht – erhältst Du neue Übungen oder Du machst eine neue Zielvorgabe.

Meine Erfahrungen

Nach einigen Wochen mehr oder weniger regelmäßigen Trainings kann ich sagen, dass Elvie eine amüsante Trainings-App für erwachsene Frauen ist. Die Bewegungen des kleinen Edelsteins in Abhängigkeit von meinen Kontraktionen haben mich anfangs immer wieder zum Lachen gebracht. Schnell war ich angefixt, den Stein höher und höher zu bringen, um beim nächsten Mal noch bessere Ergebnisse bei meiner Lieblingsübung zu erzielen.

Die Übung Pulse erinnerte mich ein bisschen an meine Kindheit/Jugend und das Spiel SuperMario, bei dem man mit Hilfe des Controllers hochhüpfen musste, um kleine Steine anzustupsen, aus denen dann Münzen flogen. Das kombiniert mit einem Beckenbodenworkout hätte mich wahrscheinlich noch mehr motiviert.

Wer Lust hat, kann das Elvie-Workout mehrfach wiederholen, denn die knapp fünf Minuten sind super schnell vorbei. Meist merkt man aber schon beim zweiten Durchgang, dass die Kraft der Beckenbodenmuskulatur kontinuierlich nachlässt.

Ein wenig genervt hat es mich, wenn sich Elvie und die App nicht richtig verbunden haben. Erst später fand ich heraus, dass es meist daran lag, dass der Akku nicht mehr genügend Saft hatte. Das kann übrigens auch passieren, wenn Du Elvie länger nicht benutzt hast. Außerdem hatte ich immer mal wieder Schwierigkeiten mit der richtigen Position des Gerätes. Ich lag entspannt auf dem Rücken und die App tat so, als würde ich schon „arbeiten“. Bis ich dann die richtige Position gefunden hatte, dauerte es ein Weilchen. Dieses Phänomen ist vielleicht subjektiv zu betrachten, da jeder Körper anders gebaut ist. Hier hilft einfach etwas Rumprobieren. Elvie Ergebnisse

Außerdem ist die App für mein Empfinden recht zögerlich mit den Erinnerungen, das Workout nicht zu vergessen. Hier hätte Elvie mich noch gerne etwas nachdrücklicher in den Hintern treten können. Natürlich kann man sich das Training auch als festes Ritual, beispielsweise vor dem Schlafengehen, einrichten.

Fazit

Elvie bietet eine spielerische Möglichkeit, positive Effekte auf die Wahrnehmung und die Kräftigung des Beckenbodens zu erzielen. Regelmäßig angewandt verbessert sich die Leistung und Frauen, die ihren Beckenboden nur schwer erspüren, können ungestört, individuell und mit guten Erfolgsaussichten üben.

Als Ersatz für ein umfassendes Beckenbodentraining würde ich Elvie – und wahrscheinlich auch ähnliche Geräte – nicht einsetzen, denn unser Beckenboden besteht aus mehreren Schichten, die muskulär unterschiedlich angesteuert werden. Mit dem Beckenbodentrainer wird überwiegend die äußere Schicht (Schließmuskulatur für Blase, Scheide und Darm) trainiert, die anderen Schichten eher vernachlässigt.

Als Ergänzung zum Rückbildungs- oder Beckenbodengymnastikkurs, aber auch, um überhaupt etwas zu spüren und in diesem Falle auch zu sehen, wie sich eine Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur anfühlt, ist er durchaus empfehlenswert, vorausgesetzt man ist bereit, den stolzen Preis von 199,00 € zu bezahlen.

Du erhältst Elvie unter https://www.buggyfit.de/shop.html.

Abschließend noch der Hinweis, dass in der Schwangerschaft problemlos mit Elvie trainiert werden kann, nach der Entbindung jedoch solltest Du Dir wie bei einem Rückbildungskurs auch, ca. 6 Wochen Zeit geben bevor Du startest. Im Zweifel bitte mit Deinem Gynäkologen oder der Hebamme Rücksprache halten!

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht dir Dein buggyFit-Team und meinBeckenboden.

 

Momo und die grauen Zeitdiebe… Geld oder Medien?

Concentrated baby playing games with a smart phone on line sitting on a sofa in the living room at home

Wer von euch kennt eigentlich noch die grauen Zeitdiebe?
Werner Onken hat eine Interpretation in den 1986 (!!) Jahren dazu geschrieben die Herr Ende sogar dokumentiert hat:
„Geblendet von den Aussichten auf ein großes und immer noch mehr wachsendes Zeit-Vermögen verdrängt Herr Fusi die noch bestehenden Zweifel und macht sich mit Eifer daran, sein ganzes Leben zu rationalisieren und Zeit zu sparen: er unterhält sich nicht mehr mit seinen Kunden, sondern beschäftigt nun Arbeiter und Angestellte, die ihm beim Zeit-Sparen ‚helfen‘. Seine Kontakte zu Freunden und Verwandten bricht Herr Fusi ab (seine Mutter kommt in ein Altersheim, wo er sie nur noch einmal im Monat kurz besucht), weil sie ihn zu viel Zeit kosten. Aus dem gleichen Grund hört er auch auf, seinen kulturellen Interessen wie Singen und Lesen nachzugehen.“
Momo´s Geschichte ging damals um die Rationalisierung der Zeit und um das Anhäufen von Kapital, ich denke aber, mit dem Gedanken an unsere Medialisierung (TV, Handy, Tablet und Co) können wir diese Figuren auch heute, auf unsere Zeit anwenden. Versprechen Smartphone und Co eine Arbeitserleichterung, kosten sie uns doch Unmengen an Zeit. (Sag ich nun die am PC sitzt und gleichzeitig Facebook und Instagram am Smartphone bespielt…) Aber so ist es! Das ist die Realität, diese Medien kosten uns Zeit. Zeit die wir eigentlich ohne diese Dinge viel besser nutzen können. Zum Beispiel mit unseren Kindern.
Wie bringen wir unseren Kindern nun ein gesundes mediales Verhalten bei? Dazu brauchen wir kein Smartphone oder Fernseher, sondern ein funktionierendes Gehirn. Nämlich indem wir ihnen zeigen, wie schön es ist zu leben.
Ein heikles Thema, und ich habe eine klare Meinung dazu: NEIN Kinder  Fernsehen und Co, das passt nicht zusammen.
In der Kita höre ich Kommentare wie, „dann parke ich die Kids vorm Fernseher, und hab eine halbe Stunde Ruhe…“ oder Zeit zu kochen, putzen, …
Ja, muss auch sein. Kenn ich doch, und auch wir haben keine Putzfrau und sind beide in Vollzeit. Aber dennoch finde ich es nicht gut. Meine Kinder sind manchmal nervig, ich komm nicht dazu E-Mails zu beantworten, ich kann nicht mal 2 Minuten telefonieren ohne dass einer der Beiden laut losheult… Tja, das ist Realität, und es ist manchmal mühsam, anstrangend und , tja, nervig!

EXPERTINNEN Meinung dazu:

Frau Dr. Katharina Ebner, Wissenschaftlerin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, forscht unter anderem zu Digitalen Stress:

Dr. EbnerSmartphone, Tablet und PC sind aus dem Alltag einer Familie kaum wegzudenken, weswegen sich junge Eltern die Frage stellen, ob und wann sie ihre Kinder damit konfrontieren. Um (Klein-) Kinder vor Schäden durch eine allzu früher Exposition zu schützen, rät die Amerikanische Pediaterakademie (AAP) grundsätzlich von Medienkonsum bei Kleinkindern unter zwei Jahren ab, da damit keinerlei positiver Nutzen verbunden ist und gleichzeitig schädliche Einflüsse auf die Entwicklung des Kindes zu befürchten sind. Ab einem Alter von etwa 6 Jahren kann es sein, dass Kinder mit Medien und dem Internet sogar lernen. Zunehmend bedienen sich auch Lehrer im Klassenzimmer digitaler Medien, um Kindern den Unterrichtsstoff zu vermitteln. Bis dahin sollte gelten, dass ein vernünftiger, von den Eltern angeleiteter und gesteuerter Medieneinsatz im Kindesalter möglich ist – mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit wird dieser beispielsweise für eine spätere Internet- oder Spielesucht verantwortlich sein. Mit den sozialen Medien kann spielerisches Lernen bunt, vielfältig und anregend gestaltet werden. Auch wenn Smartphone und Co. im Kinderzimmer kein ständiges Zuhause finden sollten, kann man sie ab einem gewissen Alter des Kindes unter Aufsicht anbieten und seinem Kind eine vernünftige Auseinandersetzung mit dieser  zentralen Technologie unserer Zeit ermöglichen.

Warum ich so dagegen bin, möchte ich euch gern erklären;
Eine (Medien-) Sucht entsteht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein schleichender Prozess. Wenn du zu Beispiel Deinem Kind schon sehr früh vermittelst, dass das Mittel gegen Langeweile, Frust oder Ärger der Fernseher oder das Smartphone ist, ist eine „Sucht“- also dieses Verlangen nach Belustigung, Trost und oder sogar Zuspruch durch den Fernsehr oder das Smartphone, vorprogrammiert.
Wissenschaftlich erwiesen ist; Kinder die viel vor Medien verbingen neigen eher zu Fettleibigkeit, Trägheit und sind z.B. in ihrer sprachlichen Entwicklung hinterher. Sie werden eher zu Einzelgängern und finden schlecht Anschluss in einer fremdem Umgebung. Der Fluchtweg dieser Kinder ist wieder, z.B. vor den Fersehr.

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Kinder können das Gesehene jedoch nicht richtig verarbeiten, es kommt ungefiltert bei ihnen an und sie sind verloren und gleichzeitig angezogen von dem medialen Phänomen. Schon in den frühesten Jahren kann ein Suchtverhalten entstehen, welches sehr schwer wieder zu beheben ist, denn: Medien sind überall! Eine Gruppe von betroffenen Eltern hat eine Selbsthilfegruppe dazu gegründet, und schreibt über ihre Erfahrungen (ihre Kinder an z.B. Computerspiele zu verlieren) dazu.

„Wir dürfen weder die Köpfe noch die Gesundheit unserer Kinder dem Markt überlassen.“ Manfred Spitzer warnt vor den Gesundheitsgefahren der digitalen Technik und erklärt, wie wir uns schützen können.
Insbesondere Kinder sind betroffen. Ihr digitalisierter Alltag, von wohlmeinenden, aber kurzsichtigen Eltern oft noch gefördert, macht die Kinder dick, dumm und faul. Dagegen hilft nur Aufklärung, digitale Diät und das Aufzeigen von Alternativen. Das analoge Leben ist gesünder und spannender. Rund 1,2 Millionen der 3 bis 8-jährigen Kinder sind regelmäßig online und können der Werbung und den wirtschaftlichen Interessen der Cyberlobby kaum widerstehen. Und ihre Datenspuren werden wie die der Erwachsenen ausgewertet, verkauft, missbraucht. Doch noch viel gravierender ist der Schaden, der in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen angerichtet wird!“ Quelle: aktiv gegen Mediensucht

Keine Arbeit der Welt kann das Lachen Deines Kindes aufwiegen, welches Du vermisst weil Du dir die Zeit nicht genommen hast. Genieße Deine Zeit mit Deinem kleinen Schatz in vollen Zügen, es geht sehr schnell vorbei und ist dann unwiederbringlich weg! Setz Dich, anstatt das Kind vor den Fernseher, mit Deinem Schatz hin und genieße die Zeit! Hier ein paar Alternativen zum Medienkonsum:

  • zusammen lesen
  • zusammen malen
  • lass dein Kind in Ruhe alleine spielen
  • zusammen spielen
  • raus gehen, Ausflüge machen
  • zusammen Medien konsumieren und die Lieblinge nachbasteln oder malen, auch zB als Kostüm
  • quatsch zusammen machen
  • phantasie Geschichten zusammen erfinden und dazu Bilder malen
  • Knetmasse, Wasserfarben, Fingerfarben
    Mother and her child playing together. Girl and mom in Superhero costume. Mum and kid having fun, smiling and hugging. Family holiday and togetherness.
    „Du bist meine Superheldin, Mama!“

    Es bringt allerdings auch nichts alles zu verteufeln. Bei der Medienerziehung kannst Du Dein Kind auch mal ruhig als Expertin oder Experten betrachten, Dein Kind kann Dir erklären warum sie eine bestimmte Sendung oder einen Charakter so toll findet und um was es genau geht. Wenn wir unsere Kinder in unserer digitalisierten Welt nicht alleine lassen und mit ihnen, als gutes Beispiel voran, gehen dann erziehen wir in die richtige Richtung. Oder wie hat oder wird Dein Kind laufen lernen? Es schaut sich ab wie Du oder Andere das machen, und genauso lernt es den Umgang mit, z.B. den Medien, Du, als der Superheld Deines Kindes, machst es vor, vergiss es nicht wenn Du das nächste Mal Deinem Kind mit dem Handy in der Hand und den Augen am Bildschirm eine Frage beantwortest- ich versuche es auch und bemühe mich in Zukunft noch mehr die Superheldin meiner 2 Süßen zu bleiben!

Deine Dani von buggyFit Nürnberg
(das war einstweilen mein letzter Blogbeitrag, ich muss mich von der digitalen Welt lösen ;o) und einfach irgendwo anfangen, es kommen aber bestimmt noch hi und da Gastbeiträge… vielen Dank für eure Aufmerksamkeit ihr Lieben!)

 

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 4

Button_BeckenodenWie kannst Du die weitere Rückbildung noch unterstützen, die aktiven Übungen festigen und weiter im Alltag durch passive Maßnahmen vervollständigen? Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 4 weiterlesen

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 3

Was mache ich jetzt mit meiner Rektusdiastase oder vielmehr: was tue ich dagegen? Pregnancy or diet concept, female hands protecting the stomach on white background.Zu allererst gilt: lass Dir Zeit und stresse Dich nicht! Dein Körper hat ein (oder auch mehrere?) Kind(er) zur Welt gebracht und an dem Spruch „eine Schwangerschaft hin und eine wieder zurück“ ist unheimlich viel dran: Die ganzen Hormonumstellungen, körperlichen Veränderungen der Organe Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 3 weiterlesen

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 2

Young woman's abdomen being manipulated by an osteopath - an alternative medicine treatment

Habe ich eine Rektusdiastase?

Hat Deine Gynäkologin bei der Abschlussuntersuchung Deine Lücke ertastet? Oder die Hebamme im Rückbildungskurs?

Ja? Perfekt!

Nein? Dann solltest Du es schleunigst nachholen, um zu sehen, ob sie noch da ist und Du aktiver werden musst.

Und so funktioniert der Selbsttest: Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“ Rektusdiastase Teil 2 weiterlesen

Schwerpunktmonat März „Mind the Gap“Teil 1

Was ist eigentlich die Rektusdiastase?RD

Viele Mamas kennen das Prozedere, wenn die Nachsorgehebamme zu Besuch kommt: Sie misst den Fundusstand Deiner Gebärmutter und ertastet auch die Rektusdiastase. Aber was ist das eigentlich und warum macht sie das?

Der Fundusstand zeigt den Stand Deiner Gebärmutter im Bauchraum an- durch die Nachwehen reduziert sich die Größe Deiner Gebärmutter innerhalb kürzester Zeit in etwa auf Faustgröße zurück und ist im rückgebildeten Zustand gar nicht mehr gut zu tasten.

Bei der Rektusdiastase handelt es sich um die Lücke zwischen Deiner Belly of pregnant womangeraden Bauchmuskulatur, das sogenannte Sixpack. Durch die Hormone während der Schwangerschaft werden u.a. die Bauchmuskeln weich gemacht und weichen von der Mittellinie zur Seite ab (irgendwo muss ja schliesslich das Kind hin), sodass ca. ab der 32. Schwangerschaftswoche eine komplett physiologische, also natürliche Lücke auf Bauchnabelhöhe entsteht.

Durch diese Entwicklung können die Bauchmuskeln zum einen ihrer Funktion als Bauchpresse beim Husten, Niesen, Lachen und zum anderen als Gegenspieler für die gestresste Rückenmuskulatur nicht nachkommen.

Lass Dich nicht verunsichern, wenn andere Mamas um Dich herum schnell wieder eine nahezu geschlossene Rektusdiastase haben- jede Frau ist anders und jeder Körper hat sein eigenes Tempo, was die Rückbildung angeht. Zudem sind der Zustand der Muskulatur vor der Schwangerschaft und die genetische Disposition Hauptindikatoren für die Rückbildung und Entwicklung. Von den ganzen Faktoren wie wenig Zeit zum Training, Ermüdung durch den Säugling und einem vollen Alltag, wo wenig Zeit für Dich als Mama bleibt, mal ganz abgesehen.

Mögliche Folgen einer schwachen Bauchmuskulatur und nicht geschlossenen Rektusdiastase zeigen sich häufig, ähnlich wie Beckenbodenbeschwerden, erst später. Da es aber auch Muskulatur ist, ist es nie zu spät, mit Übungen anzufangen und den Alltag dementsprechend anzupassen:

– Schau, wie Du aufstehst: Möglichst solltest Du über die Seite hochkommen (auch wenn sich Dein Baby nachts meldet oder es schnell gehen muss)

– Versuche, schwere Dinge von anderen tragen zu lassen. Nimm die Hilfe an, die Dir angeboten wird

– Wenn Du doch etwas tragen musst, versuche das Gewicht körpernah zu tragen und währenddessen unbedingt weiter zu atmen (versuche auch zusätzlich, deine Kiefer entspannt zu lassen)

– Drehe beim Lachen, Niesen und Husten den Oberkörper nach hinten, versuche den Beckenboden anzuspannen ( à weitere Infos dazu gibt es auch hier)

Kleine feine Veränderungen in Deinen Bewegungsabläufen, die aber einen großen Unterschied machen.

Probiere es ruhig aus!

Viel Spaß dabei und bis bald!

Dein buggyFit Team

die buggyFit Familie – Trainerinnen packen aus!

23621371_1825244684155376_1253423859826123396_n Als 2-fach Mama und Trainerin von buggyFit kann ich nur sagen, Herz was willst Du mehr?!
Wo kann frau schon Job und Hobby in Einklang mit dem Nachwuchs bringen, sich die Zeit frei einteilen und noch dazu in der Elternzeit Geld verdienen? Schon immer wollt ich mal meine eigene Chefin sein und mit meiner Zeit Geld für mich verdienen mit einem Job der Laune macht und mich dazu fit und gesund hält. die buggyFit Familie – Trainerinnen packen aus! weiterlesen

Das hilft wirklich gegen Winterblues!

Vitamin D

Momentan stecken wir mitten im Winter. Ihr kennt das: Unsere Winter sind überwiegend grau, nass und dunkel. Wer bekommt ihn da nicht, den Winterblues?

Schiefertafel mit der chemischen Formel von Vitamin D
chemische Formel von Vitamin D

Trotz der dunklen Jahreszeit gehen viele von uns raus an die frische Luft für einen Spaziergang oder Das hilft wirklich gegen Winterblues! weiterlesen