Als Mama einsam

In vielen buggyFit Kursen kommt es immer wieder zu den gleichen Themen. Was frau eben so interessiert kurz nach der Entbindung. Baby, Windeln, Stillen, Beikost und Co.
Manchmal, und gerade wenn die Mamies schon länger im Kurs sind, kommt es aber zu ganz anderen Gesprächen. Das sind ganz viele verschiedene Themen wie erste Regelblutung, Partnerschaft, Sexualität und Einsamkeit.

Einsamkeit ist ein großes, nicht zu unterschätzendes Thema unter uns Mamies. Irgendwann betrifft es jede, wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise, die Eine mehr und die Andere weniger. Heutzutage ist es schon sehr üblich, für den Job die Heimat zu verlassen. Das ist ok und gut solange du im Job bist. Frau bekommt dann ein Kind, ist zu Hause und meist das erste Jahr in Elternzeit, und fast den ganzen Tag alleine.
Eine Mama schreibt dazu:
„Das erste Mal hab ich mich richtig einsam gefühlt, als ich allein auf einem Stadtfest war und mit beiden Kindern einen Sitzplatz gesucht habe um ein paar Würstchen zu essen. Mein Mann war, wie alle paar Wochen, auf Dienstreise im Ausland. Alle Plätze waren von Familien reserviert, und wir haben unsere Würstchen dann am Straßenrand zu Dritt gegessen. Mir war zum Heulen zumute, ich habe mich in meine 500km weit entfernte Heimat gesehnt und mich gefragt was ich hier eigentlich mache.“
So viele Frauen sind gerade in der ersten Zeit mit dem kleinen Young woman suffering from postpartum depressionNeugeborenen alleine. Die Männer arbeiten und sind, wie auch schon davor die Frau es meist gemacht hat, den ganzen Tag in der Arbeit. Die Stimmung der Partnerin ist schon allein wegen den Hormonen – sagen wir mal – abwechslungsreich.
„Bei mir kommt es immer auf meine Stimmung und auf den derzeitigen Stress drauf an… Ich bin vor ca 10 Jahren nach Köln gezogen und fühle mich hier sehr „zu Hause“, deshalb steht die Überlegung gar nicht zurück zu ziehen… 
Eigentlich bin ich stolz und es geht mir gut dabei, das mit den Kids „alleine“ hin zu kriegen- da mein Mann viel arbeitet fühlt es sich wirklich manchmal so an… 

Aber wenn ich bei anderen sehe, wie oft Oma/Opa/Tante etc. einspringen bin ich schon oft etwas neidisch, wie unkompliziert es sein könnte… Und manchmal werde ich dann sogar auch etwas bös, wenn die (die so viel mehr Hilfe haben als Ich) sich auch noch beschweren… ?“

Mother sitting alone next baby stroller on beach by the sea. Cloudy sky with copy space

Ganz oft sehnen wir uns in solchen Situationen „back to the roots“ aber wir sind auch irgendwie einen Deal eingegangen. So leicht ist es nicht zurück zu gehen. Und es ist auch nicht immer schwierig. Es kann ja auch ein Glückstreffer sein, und eine wunderbare neue Chance ganz von vorne an zu fangen!

„Vor etwas mehr als 4 Jahren bin ich für meinen damaligen Freund, jetzt Mann, von zu Hause weg gezogen. Die Schwiegereltern sind zwar vor Ort, aber beide durch Krankheit und Vollzeit Job nicht wirklich oft verfügbar. Ich bin schwanger umgezogen, deswegen war es echt erstaunlich leicht neue Kontakte zu finden. Meine alten Freunde vermisse ich ab und an, aber ich hab viele neue kennengelernt. Durch mein eigenes Kind bin ich dann auch in die wunderbare Welt der Eltern Baby Kurse gerutscht. So hab ich mich dann auch entschlossen eine buggyFit Lizenz zu übernehmen. Ich fühl mich vollkommen wohl, bin jetzt fast Eingeborene. Ab und an kommt etwas Wehmut auf, aber deutlich weniger als, an anderen Wohnorten. „
Wie sind eure Erfahrungen? Seid ihr froh oder wehmütig, dass ihr von zu Hause weggezogen seid? Oder bist du daheim geblieben und möchtest am liebsten weg?
Wir sind gespannt auf deine Erfahrung. Teile sie sehr gerne mit uns.
Dein buggyFit Team

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