5 Tipps gegen Muskelkater

Wer kennt ihn nicht, den Muskelkater? Besonders die Mamas, die neu bei buggyFit sind und gerade ins Training einsteigen, spüren ihn einen, spätestens zwei Tage nach dem Training. Und auch die Mamas, die schon längere Zeit bei buggyFit trainieren, werden immer wieder von mehr oder weniger starkem Muskelkater heimgesucht.

Bei jeder Bewegung, die sie im Alltag durchführen, machen sich die Muskeln bemerkbar. Ob beim Treppensteigen, beim Tragen oder Hochheben des Kindes, beim Hinsetzen oder Aufstehen, immer wieder erinnert ihr Körper sie an das vergangenen Training.

 

buggyFit Muskalkater

Warum ist das so?

Muskelkater entsteht durch ungewöhnliche Bewegungen in unterschiedlich starken Belastungen auf die Muskulatur. Besonders beim intensiven buggyFit – Training trainieren die Mamas ihre Muskeln in Bewegungsmustern, sie die im Alltag so nie durchführen und die die Muskeln nicht gewohnt sind.

Hinzu kommt, dass der Körper in der Schwangerschaft zwar viel leisten musste, aber nicht in Hinblick auf die Muskulatur, die eher benachteiligt wird. Ganz besonders zum Ende der Schwangerschaft hin ist die werdende Mutter in ihrer Bewegung eingeschränkt, so dass viel Bewegung einfach nicht mehr möglich ist.

Direkt nach der Schwangerschaft bewegen sich die Mamas auch noch nicht sehr viel, da die Wunden der Entbindung erst einmal heilen müssen und jede Bewegung mehr oder weniger schmerzhaft ist.

“Wer rastet, der rostet”, ist ein altes Sprichwort – und ganz einfach ausgedrückt rostet die Muskulatur und auch das darum liegende Bindegewebe, die Faszien, im Laufe der Schwangerschaft ein. Das klingt aber erst einmal schlimmer, als es tatsächlich ist.

Muskeln bestehen aus ganz vielen kleinen Muskelfasern, den sog. Muskelfibrillen. Beim Sport werden die Muskeln bewegt, Verklebungen im Gewebe gelöst, was auch gut so ist. Ist der Trainingsreiz sehr intensiv, können die Fibrillen reißen und manchmal entzünden sie sich auch. Dann schmerzen sie ein wenig und werden als Muskelkater wahrgenommen.

Doch ein Muskelkater ist nicht schlimm, die Verletzungen heilen immer komplett wieder ab und das Schöne an der Sache: Der Körper möchte vermeiden, dass so etwas noch einmal vorkommt und aktiviert neue Muskelfasern – der Muskel wächst und wird kräftiger!

Es gibt wirksame Methoden, die dabei helfen können, den Muskelkater schneller hinter sich zu lassen.

Im Folgenden möchte ich dir 5 Möglichkeiten gegen Muskelkater vorstellen:

Viel Wasser trinken

Wasser Muskelkater

Der Muskel besteht zu ca. 80% aus Wasser und zu ca. 20% aus Protein. Um die Heilung des Muskels zu unterstützen hilft es, viel Wasser zu trinken. Mindestens 2,5 Liter am Tag, besser sind 3 Liter oder noch mehr Wasser pro Tag zu trinken.

Stilles Wasser ist perfekt, wer etwas Geschmack braucht, darf gerne sein Wasser mit etwas Apfeldirektsaft vermischen und als Schorle trinken. Momentan ist Kokoswasser in aller Munde, auch das ist ein super Sportgetränk: Kokoswasser ist isotonisch und kalorienarm.

Wichtig ist, dem Körper durch die Zufuhr von Flüssigkeit viele Mineralstoffe zuzuführen, denn auch diese werden zur Regeneration benötigt.

Leichte Bewegung

Klingt im ersten Moment verrückt, hilft aber richtig gut: Die Betonung liegt auf “leichter” Bewegung. Im Profisport stehen Regenerationsläufe schon längst auf der Tagesordnung. Damit ist ein leichter und lockerer Dauerlauf gemeint, weit unter der Belastungsgrenze. Da für die buggyFit-Mamas Laufen in Form von Joggen nicht in Frage kommt, ist zügiges Walken ein gutes Mittel gegen Muskelkater, gerne natürlich mit dem Kind im Kinderwagen dabei.

Durch die leichte Bewegung wird die Durchblutung angeregt. Eine gesteigerte Durchblutung unterstützt die Heilungsprozesse im Muskel.

19 - Training mit Buggys im Schönbuschpark in Aschaffenburg

Wärme

Viele Sportler schwören darauf, wissenschaftlich bewiesen ist es nicht: Wärme hilft gegen Muskelkater. Wer die Möglichkeit hat, nach dem Training in die Sauna zu gehen, sollte diese Möglichkeit auch wahrnehmen. Saunieren hat noch weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit: Es hilft beim Entgiften und stärkt das Immunsystem. Auch die Babys können gerne mit in die Sauna genommen werden. 60 bis 70 Grad sind absolut kein Problem für die Kleinen und auch sie profitieren gesundheitlich vom Saunieren.

In Finnland ist es völlig normal, die Babys auch schon in die über 100 Grad heißen Saunen mitzunehmen.

Wärme Muskelkater

Baden

Ein heißes Bad kann richtig Wunder wirken gegen Muskelkater. Es wirkt entspannend, nicht nur auf die Mama, sondern auch auf ihre Muskeln. Also nichts wie ab in die Wanne, wenn das Kind schläft. Durch die Wärme werden Haut und Muskeln besser durchblutet, der Heilungsprozess beschleunigt.

Ein gut riechendes Schaumbad oder etwas ätherisches Öl im Badewasser steigern den Erholungsprozess noch etwas. Gut geeignet sind zum Beispiel Rosmarin-, Fichtennadel- oder Lavendeldüfte. Vorsicht bei Bluthochdruck: Hier bitte kein Rosmarinöl verwenden.

Ein Peeling kann ebenfalls dazu beitragen, den Muskelkater in Griff zu bekommen: Die schmerzende Stelle wird mit dem Peeling so stark und so lange massiert, wie es angenehm ist. Der Massageeffekt in Kombination mit dem Peeling steigert wiederum die Durchblutung.

Statt eines Peelings mit Chemiekeule kann auch Natron verwendet werden. Natron ist rein natürlich und sorgt dazu für eine geschmeidige und weiche Haut.

Eincremen und massieren

Es gibt viele Cremes, die auf natürlicher Basis bestehen. Wenn man diese Cremes auf die betroffenen Stellen einmassiert, wird zum einen die Durchblutung gesteigert, was wiederum den Heilungsprozess beschleunigt. Cremes oder Öl mit Lavendel zum Beispiel wirken gleichzeitig entspannend auf die Muskulatur und auch auf die Mama.

Ebenso geeignet sind Cremes oder Öls mit Arnika, Beinwell und / oder Johanniskraut. Wichtig ist beim Kauf, auf die Qualität zu achten.

Massieren Muskelkater

Und was ist mit Schmerzmitteln?

Schmerzmittel sind die letzten Mittel gegen lästigen und extrem starken Muskelkater und sollten nur eingenommen werden, wenn es gar nicht mehr anders geht und die vorher genannten Maßnahmen absolut keine Linderung bringen.

Schmerzmittel helfen aber nicht beim Abheilen des Muskelkaters, sonder lindern lediglich die Schmerzen. Von einer Einnahme von Schmerzmitteln rate ich ab, sie haben meistens Nebenwirkungen und besonders Mamas, die stillen, sollten noch mehr darauf achten, was sie zu sich nehmen.

Spätestens 3 bis 4 Tage nach dem Training, allerspätestens eine Woche danach sollte der Muskelkater komplett abgeheilt sein. Muskelkater ist nichts schlimmes und es entstehen keine Spätfolgen.

Geschrieben von Christina Dann, Personal Trainerin, Gebietsleitung Kassel

Veröffentlicht von

Nora Stark

Dipl. Sportwissenschaftlerin, Personal Trainer, Fortbildung Rückbildung und Beckenbodentraining, Fortbildung Sport in der Schwangerschaft

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